Alternative Heilkunde

Traditionelle Phytotherapie

Quelle: apotheken.de | 26.02.2015 | Dr. med. Herbert Renz-Polster
 Die traditionelle Phytotherapie arbeitet oft mit Tees und Aufgüssen.Die auf jahrhundertelange Erfahrung aufbauende traditionelle Phytotherapie (traditionelle Pflanzenheilkunde, Kräutermedizin) verwendet die aus vollständigen Pflanzen oder Pflanzenteilen gewonnenen Komplettauszüge wie Aufgüsse oder Tees, die vor allem als Teil der Selbsthilfe genutzt werden.

Die erfahrungsheilkundlich orientierte Phytotherapie wird manchmal auch als Klostermedizin bezeichnet, da es im Mittelalter die Klöster waren, die das pflanzenheilkundliche Wissen bewahrten und vermehrten.

Viele der etwa 700 hierzulande verwendeten Arzneipflanzen sind im Arzneibuch (Herausgeber: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) beschrieben. Hier sind solche Kräuter aufgeführt, deren Inhaltsstoffe chemisch genau charakterisiert sind. Im Arzneibuch ist festgelegt, welche Pflanzenteile wie verwendet werden, wie sie zu lagern sind und wie ihre Qualität zu prüfen ist.

Apotheken (nicht aber Nahrungsmittelläden oder Drogerien) müssen sich an die Qualitätsvorschriften des Arzneibuchs halten, sodass eine verlässliche pharmazeutische Güte der Produkte anzunehmen ist. Ein Wirkungsnachweis muss für die traditionell angewendeten Heilkräuter nicht erbracht werden.

Mit wenigen Ausnahmen (etwa Pflanzen mit gefährlichen Nebenwirkungen) sind Heilpflanzen frei verkäuflich.

Viele der Überlieferungen im Bereich der traditionellen Phytotherapie sind nicht wissenschaftlich untermauert und damit auch offen für Deutungen und Umdeutungen. So beruft sich etwa die ab den 1970er Jahren entwickelte Hildegard-Medizin auf das Wissen der Nonne Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert, kann aber für die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Therapien keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise erbringen. Dasselbe gilt für die in den 1980er Jahren berühmt gewordene Kräuterfibel der Maria Treben: „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“.

Natürlich heilen, aber wie?

Quelle: apotheken.de | 19.09.2008 | Dr. med. Herbert Renz-Polster
 Natürliche Heilmethoden werden oft als Ergänzung zu schulmedizinischen Verfahren angewendet.Mehr als hundert verschiedene Naturheilverfahren werden heute im deutschen Sprachraum angewendet. Diese Methoden nutzen in der Natur vorhandene Stoffe oder Kräfte zu Heilzwecken, also z. B. Pflanzen, Nahrungsmittel, Mineralien, Wärme, Licht, Wind, Magnetismus, Körperkraft oder Berührung.

Ursprünglich stützten sich Ärzte vor allem auf Wasserbehandlungen, Wärme- und Kältetherapie, Atemtherapie, Bewegungstherapie, Pflanzenheilkunde und die auf eine gesunde Lebensführung abzielende Ordnungstherapie. Diese Verfahren werden deshalb manchmal auch als klassische Naturheilverfahren bezeichnet.

Während manche Naturheilverfahren Eingang in die an Universitäten gelehrte Schulmedizin gefunden haben – das gilt z. B. für viele |physikalische Verfahren und für Teile der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) – werden andere von der Schulmedizin abgelehnt, wie z. B. die klassische Homöopathie.

Die am Rande oder außerhalb der Schulmedizin praktizierten Verfahren werden zusammenfassend oft als Alternativmedizin bezeichnet. Allerdings haben längst nicht alle von der Schulmedizin abgelehnten Verfahren den Anspruch, die Schulmedizin zu ersetzen. Stattdessen verstehen sie sich eher als eine Ergänzung zur konventionellen Medizin. Viele Vertreter der Naturheilverfahren bevorzugen deshalb den Begriff der Komplementärmedizin (ergänzende Medizin).

Die Schulmedizin macht in jüngster Zeit Anstrengungen, die Naturheilverfahren wissenschaftlich zu prüfen und integriert komplementärmedizinische Verfahren zunehmend in ihre Behandlungspläne. Die so entstehende integrative Medizin verbindet sozusagen beide Welten.

Die komplementäre Medizin ist in den letzten Jahrzehnten in allen Industrieländern ungeheuer populär geworden. Mehr als 50 % der Patienten nutzen sie regelmäßig – mit regional stark unterschiedlichen Präferenzen. So ist die hierzulande sehr breit genutzte |Homöopathie in den USA nur wenig bekannt, während sich dort dafür |Osteopathie, |Chiropraktik und naturopathic medicine (ein eigenes System aus Lebens- und Ernährungsregeln sowie bestimmten traditionellen Diagnose- und Therapietechniken) fest etabliert haben.

Durch ihre Popularität werden Naturheilverfahren allerdings auch zunehmend zum Zielobjekt renditesüchtiger Strategen: Die Anti-Aging-Medizin bedient sich zahlreicher, angeblich natürlicher Heilmittel, und auch die Zeitschriften- und Buchverlage unterstützen mit unzähligen Veröffentlichungen diesen Trend – man denke nur an über Nacht populär gewordene Methoden wie Eigenurintherapie, Apfelessig oder die Blutgruppendiät. Mehr zu den Grundlagen der Anti-Aging-Medizin erfahren Sie unter |Theorie der Lebensgeschichte.

Verhältnismäßigkeit der Mittel
Auch sanfte Therapien können einschneidend sein. Leider begegnen einem auch in der Naturheilkunde immer wieder Fälle, in denen mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Therapeuten, die einerseits ein Antibiotikum für eine Mittelohrentzündung als zu „eingreifend“ bewerten, scheuen andererseits – in bester Absicht! – nicht davor zurück, ihren Patienten z. B. ausgefallene Diätpläne oder monatelange „Umstimmungstherapien“ zu verordnen.

Prüfen Sie deshalb vor jeder Therapie auch die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Genauso wie man bei leichten Schmerzen nicht sofort ein Schmerzmittel einsetzt, müssen bei einer Schramme oder einem Mückenstich nicht immer gleich „die Kügelchen“ gezückt oder eine Akupressursitzung durchgeführt werden. Vertrauen Sie auch einmal auf die Natur – wäre der Körper nicht auf die normalen Belastungen des Alltags vorbereitet, wäre der Mensch schon vor vielen Generationen ausgestorben.

Weiterführende Informationen

http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/alternativemedicine.html|www.nlm.nih.gov/medlineplus/alternativemedicine.html – Englischsprachige Internetseite der National Library of Medicine und der National Institutes of Health (USA): Mit vielfältigen Patienteninformationen zum Thema Komplementärmedizin. http://www.muemo.med.tu-muenchen.de|www.muemo.med.tu-muenchen.de – Internetseite des Zentrums für naturheilkundliche Forschung der Technischen Universität München: Für Laien ist v. a. die Rubrik Patienteninfo interessant. E. Ernst: Praxis Naturheilverfahren. Springer, 2005. Fachlich fundierter Ratgeber, liefert einen ausführlichen Überblick über die evidenzbasierte Wirksamkeit von 64 naturheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren. Stiftung Warentest (Hrsg.): Die andere Medizin. „Alternative“ Heilmethoden für Sie bewertet. Berlin, 2006. Fundierte Auseinandersetzung mit der Komplementärmedizin auf Basis der |evidenzbasierten Medizin. Weil nicht wenige der überprüften Verfahren ziemlich schlecht wegkommen, schlug das Buch gleich nach Erscheinen hohe Wellen – teilweise zu Recht, da viele der Datenquellen nicht angegeben waren. Die jetzt vorliegende 2. Auflage erscheint insgesamt transparenter als die Erstauflage.

Chiropraktik

Quelle: apotheken.de | 26.02.2015 | Dr. med. Herbert Renz-Polster
 Chiropraktik hilft bei Nackenschmerzen ähnlich gut wie Physiotherapie.Nach der von Daniel David Palmer in den USA entwickelten Chiropraktik (Chirotherapie oder auch Manuelle Medizin) gehen alle Krankheiten von Fehlstellungen und Einengungen der Wirbelgelenke (Subluxationen) aus. Durch die Fehlstellungen würden Nerven eingeengt und in ihrer Leitfähigkeit beeinträchtigt.

Die meisten Chiropraktiker beschränken sich heute auf die Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Verspannungen, Rückenschmerzen und Gelenkprobleme. Manche Chiropraktiker meinen aber auch innere Erkrankungen durch Manipulationen der Wirbelgelenke behandeln zu können.

Die Subluxationen werden mithilfe gezielter Handgriffe und Manipulationstechniken behoben. Das gestörte Wirbelgelenk wird z.B. durch einen ruckartigen Impuls mit einem oft deutlich hörbaren „Knacken“ mobilisiert.

Chiropraktik wird an Heilpraktikerschulen gelehrt, es gibt in Deutschland aber keine festgelegte Ausbildung zum Chiropraktiker.

Eines von vielen der Chiropraktik ähnlichen Verfahren ist die Wirbelsäulentherapie nach Dorn. Hier werden verschobene Rückenwirbel als Ursache nicht nur von Schmerzen, sondern auch von organischen Störungen angesehen. Die verschobenen Wirbel werden ertastet und sanft massierend in ihre Position gedrückt. Oft wird das Verfahren mit einer Rückenmassage nach Breuß kombiniert, die auf besonders feinfühligen Grifftechniken beruht.

Eine andere, aus der Chiropraktik hervorgegangene Methode ist Zilgrei. Diese, nach den Namensanfängen der Begründer A. Zillo und H. Greissing benannte Methode wird zur Selbstbehandlung bei Schmerzen und funktionellen Störungen propagiert und kombiniert Elemente der Chiropraktik, der Bewegungstherapie und der Tiefenatmung, wie sie etwa im Yoga praktiziert wird.

Entzündlich erkrankte oder verletzte Gelenke dürfen nicht chiropraktisch behandelt werden. Bei unsachgemäßer Behandlung vor allem der Halswirbelsäule sind Lähmungen, Schlaganfälle und Todesfälle vorgekommen. Die Griffe sollten deshalb nur von ausgebildeten Experten ausgeführt werden, eine Manipulation der Halswirbelsäule bei älteren Patienten ist generell zu vermeiden.

Bewertung. Das Verfahren wird im Allgemeinen gut vertragen, ist aber nicht frei von – teilweise schwerwiegenden – Risiken. Wissenschaftlich gesichert ist der Wert der Chiropraktik bei akuten Schmerzen im Bereich des unteren Rückens. Hier kann die innerhalb von 4–6 Wochen begonnene chiropraktische Behandlung Schmerzen verringern und die Beweglichkeit steigern. Bei Nackenschmerzen wirkt die Chiropraktik ähnlich gut wie (bzw. nicht besser als) physiotherapeutische Übungen. Keinen positiven Einfluss scheint die Chiropraktik auf die Behandlung von Krankheiten außerhalb der Wirbelsäule und bei inneren Erkrankungen wie etwa Asthma oder Koliken bei Kindern zu haben.

Manuelle Medizin
Die nach dem 2. Weltkrieg entwickelte manuelle Medizin geht davon aus, dass Gelenkblockierungen zu einer Überspannung von Muskeln und Sehnen führen können, die das Gelenk normalerweise in Bewegung halten. Durch diese Verspannungen entstehen Fernwirkungen wie Kopf- und Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und Durchblutungsstörungen, die wiederum Schwindel und sogar Probleme an inneren Organen auslösen können. Durch bestimmte Griffe sollen die Muskelverspannungen gelöst und so das Gelenkspiel wieder frei werden. Auch „knackende“ Manipulationen der Gelenke kommen zum Einsatz, meist werden jedoch Weichteiltechniken bevorzugt, bei denen die Fingerkuppen streichend und knetend für Lockerung sorgen. Die manuelle Medizin wird hauptsächlich bei orthopädischen Erkrankungen, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Ärzte können sich durch Kurse und Fortbildungen die Zusatzbezeichnung Arzt für Chirotherapie erwerben. Physiotherapeuten, die solche Kurse belegen, dürfen auf ärztliche Anordnung ebenfalls dieses manuelle Verfahren anwenden.

Bewertung. Die Verträglichkeit ist gut, Nebenwirkungen sind selten. Die manuelle Therapie wird meist als Teil eines „therapeutischen Pakets“ oder ergänzend zu anderen Verfahren angewandt. Entsprechend schwer ist ihr Nutzen im Einzelfall einzuschätzen und wissenschaftlich zu überprüfen.

Weiterführende Informationen

http://www.chiropraktik.de|www.chiropraktik.de – Internetseite der Deutschen Chiropraktoren-Gesellschaft e. V., Wolfenbüttel: Übersichtliche Fach-, Ausbildungs- und Patienteninformationen mit weiterführenden, internationalen Links. http://www.chiropraktik-bund.de|www.chiropraktik-bund.de – Internetseite des Bunds deutscher Chiropraktiker e. V., Berlin: Ausbildungs- und Patientenratgeber mit Therapeutenliste. http://www.dgmm.de|www.dgmm.de – Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin, Jena: Fach- und Patienteninformationen mit weiterführenden Links und Literaturliste. H.-P. Bischoff: Manuelle Medizin. Chirotherapie – Osteopathie. Hugendubel-Verlag, 2005. Von einem Orthopäden verfasst, beantwortet der Ratgeber die häufigsten Fragen und gibt einen leicht verständlichen Einblick in die Therapiemöglichkeiten. K. Bayer: Chirotherapie von Kopf bis Fuß. Haug, 2005. Praxishandbuch, das primär chirotherapeutische Techniken aufzeigt sowie deren Bedeutung.

Akupressur bei Regelschmerzen: Selbstakupressur per App

Quelle: apotheken.de | 06.03.2018 | Simone Lang
 Viele junge Frauen leiden unter Regelbeschwerden.Hilft Akupressur Frauen, die unter Regelschmerzen leiden? Und ist eine Smartphone-App mit Anleitung zur Selbsthilfe ein attraktiver Ansatz für Betroffene? Diesen Fragen ist ein Forscherteam der Charité Berlin nachgegangen.

Weniger Schmerzen nach Akupressur
Viele Frauen leiden jeden Monat an Schmerzen während der Periode. Krämpfe im Unterbauch, Kopf- und Rückenschmerzen zählen zu den Hauptbeschwerden.

Das Forscherteam wollte herausfinden, ob sich die Beschwerden bei jungen Frauen mit starken Regelschmerzen durch die Selbstakupressur nachhaltiger reduzieren lassen als durch Einnahme von Schmerztabletten oder durch hormonelle Kontrazeptiva. Akupressur ist ein Verfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, das die Frauen selbst zu Hause durchführen können. Dabei drücken oder massieren sie bestimmte Punkte am Körper.

Die Forscher teilten die Teilnehmerinnen in zwei Studiengruppen ein: Beide Gruppen erhielten eine Studien-App zur Erhebung relevanter Daten. Nur die Interventionsgruppe bekam eine App-Version, die zur Selbstakupressur kurz vor und während der Menstruation anleitete.

Jede dritte Frau, die auf der App die Punkte für eine Selbstakupressur in Form von Bildern sah, erreichte nach drei Monaten eine fünfzigprozentige Schmerzminderung. Nach einem halben Jahr beschrieben mehr als die Hälfte der Frauen eine Schmerzminderung. In der Kontrollgruppe waren es zu beiden Zeitpunkten nur rund jede vierte Teilnehmerin. Außerdem benötigte die Akupressurgruppe weniger Schmerztabletten als die Frauen in der Kontrollgruppe.

Kombination aus Traditioneller Chinesischer Medizin und neuester Technik
Die Forscher sind überzeugt, dass die App den Frauen geholfen hat, eine einfache Selbstakupressur von drei Akupunkturpunkten durchzuführen und ihre Regelschmerzen deutlich zu reduzieren.

Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin

Weiterführende Informationen: Die App Luna wurde für iOS kürzlich inhaltlich und technisch aktualisiert und ist kostenlos im App-Store erhältlich.

Ingwer als Heilmittel: Heilpflanze des Jahres 2018

Quelle: apotheken.de | 02.02.2018 | Sandra Göbel
 Ingwer hat viele Anwendungsgebiete, zum Beispiel Reiseübelkeit. Der Ingwer-Shot – ein Gläschen gepressten Ingwers pur oder mit Zitrone und Honig – soll das Immunsystem in Schwung bringen. Doch Ingwer kann noch mehr für die Gesundheit tun.

Ingwer: Gut für Verdauung und Immunsystem
In der asiatischen Medizin hat Ingwer seit Jahrtausenden einen festen Platz unter den Arzneipflanzen. Nun wird die Heilkraft der Knolle auch in Europa zunehmend bekannt. Nicht ohne Grund trägt Ingwer den Titel „Heilpflanze des Jahres 2018“. Im Wurzelstock des Ingwers befinden sich bis zu drei Prozent ätherisches Öl, das unter anderem die Substanzen beta-Eudesmol, Zingiberen und Curcumen enthält. „Die in der Pflanze enthaltenen Substanzen helfen zum Beispiel gegen Reiseübelkeit und Brechreiz – und zwar vergleichbar gut wie chemische Mittel“, berichtet der Apotheker Sven Seißelberg. Darüber hinaus kurbelt das Immunsystem an, wirkt muskelentspannend und schmerzlindernd.

Ingwer anwenden: Frisch oder als Fertigmittel
Die Apotheke bietet viele verschiedene Darreichungsformen der Ingwer an, etwa Tabletten, Kapseln oder Tropfen. Wer lieber frischen Ingwer verarbeiten möchte, kann diesen zum Beispiel frisch geschält kauen oder als Heißgetränke aufbrühen. Dazu einfach frische Ingwerscheiben mit kochendem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Damit die wertvollen ätherischen Öle dabei nicht verdampfen, sollte die Tasse oder Kanne bis zum Trinken abgedeckt werden.

Auch pflanzliche Mittel können Wechselwirkungen hervorrufen – da macht Ingwer keine Ausnahme. Seine Inhaltsstoffe hemmen beispielsweise die Blutgerinnung. Wer also gerinnungshemmende Medikamente einnimmt oder chronisch krank ist, sollte Ingwer nur noch Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker als Arzneimittel anwenden. Vorsicht gilt auch für Patienten mit einem sensiblen Magen und Gallensteinen, denn Ingwer fördert die Bildung von Magensäure.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

Schwere und geschwollene Beine : Venenschwäche pflanzlich behandeln

Quelle: apotheken.de | 19.05.2017 | Sandra Göbel
 Mit steigenden Temperaturen erweitern sich auch die Gefäße stärker. Schwere Beine treten deshalb verstärkt im Sommer auf.Schwere Beine, geschwollene Füße und Schmerzen sind typische Symptome für eine Venenschwäche. Für deren Behandlung stehen pflanzliche Arzneimittel zur Verfügung.

Vor allem Frauen leiden – häufig aufgrund einer genetischen Bindegewebsschwäche – unter einer krankhaften Venenerweiterung. Sind die oberflächlichen Venen betroffen, zeigen sich die erweiterten Gefäße als Krampfadern. Haben sich die tieferliegenden Venen erweitert, sodass ihre Venenklappen nur unzureichend schließen, sprechen Mediziner von einer chronisch venösen Insuffizienz, kurz CVI. In der Folge sackt das Blut Richtung Fuß und es kommt zu Druckgefühlen, Schwellungen oder Schmerzen im Bein. „Venenerkrankungen bedürfen schon frühzeitig einer Behandlung, denn die ständige Stauung des Blutes kann im Laufe der Zeit zu einer Gewebeverhärtung führen. Dadurch wird das umliegende Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt. Je früher die Behandlung daher beginnt, desto besser“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer.

Therapie mit pflanzlichen Arzneimitteln
Zur Eigentherapie einer Venenschwäche stehen verschiedene pflanzliche Arzneimittel – sogenannte Phytopharmaka – zur Verfügung. Unterschieden wird zwischen rationalen Phytopharmaka, die klinische Studien durchlaufen haben, und den traditionell angewendeten Phytopharmaka, deren Anwendung allein auf jahrelanger Erfahrung basiert. Zu den Arzneimitteln, für die klinische Studien existieren, gehören die Extrakte aus Rosskastaniensamen und Roten Weinlaubblättern. Beide reduzieren bestehende Wassereinlagerungen (Ödeme), verhindern deren Neubildung und wirken entzündungshemmend. Der Trockenextrakt des Roten Weinlaubblatts verbessert zudem die Sauerstoffversorgung im Beingewebe und verringert Schmerzen.

Wann eignet sich die Eigentherapie?
„Pflanzliche Arzneimittel können besonders im Anfangsstadium der Erkrankung und begleitend zu einer Kompressionstherapie einen gewissen Erfolg bringen“, berichtet die Apothekerin Günther. „Sie wirken allerdings nur bei regelmäßiger Einnahme in ausreichend hoher Dosierung und erst nach einem Zeitraum von einigen Wochen.“ Es gibt sie rezeptfrei in der Apotheke. Die Expertin warnt jedoch vor einer Selbstmedikation bei Schwangeren, Diabetikern und Patienten mit schwerwiegenden Grunderkrankungen. Auch wenn die Betroffenen unter Hautveränderungen oder schlecht heilenden Wunden leiden, sollte lieber der Arzt aufgesucht werden, rät Günther.

Quelle: Barmer

Heuschnupfen bei Kindern behandeln: Mittel aus der Komplexhomöopathie

Quelle: apotheken.de | 29.04.2017 | Sandra Göbel
 Heuschnupfen ist in der Regel gut behandelbar. Auch homöopathische Mittel stehen zur Verfügung.Laufende Nase, tränende Augen und Niesattacken – Heuschnupfen betrifft auch immer häufiger Kinder. Bei vielen Eltern stehen naturheilkundliche Mittel hoch im Kurs. Ein Überblick über homöopathische Komplexmittel bei Pollenallergie.

Inzwischen leiden bis zu 25 Prozent der Kinder unter einer Allergie. Die ersten Beschwerden treten meist im Kindergartenalter oder später auf. Bei erstmaligen Auftreten von allergieverdächtigen Symptomen wie Niesen oder Augenbrennen, ist ein Allergietest beim Kinderarzt zu empfehlen. Ist die Diagnose Heuschnupfen gesichert, bietet die Homöopathie verschiedene Einzel- und Komplexmittel zur Behandlung an. Das wichtigste Einzelmittel gegen Heuschnupfen ist der Kleine Goldregen (Galphimia glauca, Thryallis glauca). Es ist in Globuli-Form erhältlich und auch in der Prävention bewährt. Jeden Tag 5 Globuli Galphimia glauca D12 reduziert die Allergiebereitschaft. Der Behandlungsbeginn liegt am besten 2 Wochen vor der Pollensaison.

Komplexhomöopathie: Auf Altersbeschränkung achten
In den homöopathischen Komplexmitteln wird der der Kleine Goldregen mit weiteren Wirkstoffen kombiniert, etwa mit Kürbisschwämmchen (Luffa), dem Botenstoff Histamin oder der Ballonrebe (Cardiospermum). Achten Sie immer auf die Altersbeschränkung der Mittel. Für Säuglinge im 1. Lebensjahr ist beispielsweise nur ein einziges Mittel zugelassen: Luffeel® comp. Tabletten. Kleinkinder zwischen 1 und 5 Jahren können alternativ mit Pascallerg® Tabletten behandelt werden. Für Kinder ab 6 Jahren sind weitere Produkte erhältlich: Klosterfrau allergin® Globuli und Heuschnupfenmittel DHU®.

Hinweis: Achten Sie auf die speziellen Dosierungen für Kinder! Sie finden die Dosierung in der Packungsbeilage oder können Sie bei Ihrem Apotheker erfragen.

Ergänzend zu den homöopathischen Komplexmitteln haben sich Nasensprays bewährt. Ihr Apotheker empfiehlt Ihnen individuell ein geeignetes Präparat, das die Nasenschleimhaut nicht unnötig reizt oder austrocknet. Zu empfehlen sind 1–2 Sprühstöße pro Tag, im Akutfall auch öfter.

Tipps für den Alltag
Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie lindern verschiedene Verhaltensweisen die Beschwerden von allergiegeplagten Kindern:

Lüften Sie morgens zwischen 6 und 8 Uhr einmal kräftig stoß. Den Rest des Tages Türen und Fenster möglichst geschlossen halten.Bringen Sie Pollenschutzgitter vor den Fenstern an.Waschen Sie dem Kind jeden Abend gründlich die Haare. Bewahren Sie Kleidung, die draußen getragen wurde, nicht im Kinderzimmer auf. Verlegen Sie während der Pollenflugsaison mehr Aktivitäten nach drinnen.Statten Sie ihren Staubsauger mit einem Feinstaubfilter aus und saugen Sie regelmäßig die Wohnung.Lassen Sie einen Pollenfilter in Ihr Auto einbauen.

Quelle: Dr. rer. nat. Daniela Birkelbach: Komplexhomöopathie für Pollen-geplagte Kinder. In: PTA heute, Nr. 12, Juni 2016, S. 90–92

Biofeedback gegen Migräne: Den Schmerz kontrollieren lernen

Quelle: apotheken.de | 30.03.2017 | Sandra Göbel
 Biofeedback kann die Häufigkeit von Migräne-Anfällen reduzieren.Biofeedback kann beginnende Migräne-Attacken verhindern oder ihren Verlauf deutlich abmildern. Damit bietet es eine echte Alternative zur Medikamenteneinnahme. Wie das Verfahren funktioniert.

Verantwortlich für die Schmerzentstehung bei einem Migräne-Anfall ist die Erweiterung einer Arterie im Kopf – der Arteria temporalis superficialis. Bei einer Biofeedback-Therapie lernen Patienten, dieser Gefäßerweiterung entgegenzuwirken. „Beherrscht man das Verfahren, ist es möglich, die so genannte Arteria temporalis superficialis willentlich zu verengen, um Schmerzen abzuwehren“, erklärt Dr. Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN).

Biofeedback-Prinzip: Messgeräte geben Migräne-Patienten Feedback
Biofeedback zählt zu den Verfahren der Verhaltenstherapie. Das Prinzip: Der Patient lernt mithilfe von elektrischen Messgeräten, normalerweise unbewusst ablaufende Körperzustände wie Anspannung von Muskulatur und Verengung von Blutgefäßen wahrzunehmen. Dazu zeichnen die Messgeräte körperliche Reaktionen wie Muskelspannung, Herzschlag oder Hirnströme auf und wandeln sie in akustische oder visuelle Signale um. „Der Schmerzpatient, der an das System angeschlossen ist, erhält damit eine Rückmeldung über seinen Zustand und kann lernen, diesen aktiv zu verändern“, erläutert Dr. Beil.

Biofeedback wirkt langfristig gegen Migräne
Neuere Empfehlungen zur Behandlung von Kopfschmerzen bewerten die Verfahren der Verhaltenstherapie mittlerweile nicht nur als Ergänzung, sondern auch als Alternative zur medikamentösen Migräneprophylaxe. „Durch die Biofeedback-Therapie sind keine Nebenwirkungen zu erwarten und die positive Effekte des Verfahrens können über Monate anhalten, wenn sie gut beherrscht werden“, ergänzt der Neurologe Dr. Beil. Die Kosten für eine Biofeedback-Therapie werden im Rahmen einer ambulanten Verhaltenstherapie von den Krankenkassen erstattet. Dies ist auch der Fall, wenn das Therapieverfahren Baustein einer stationären multimodalen Schmerztherapie ist. Interessenten sollten dennoch vorab mit ihrer Krankenkasse die Kostenfrage klären.

Quelle: Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN)

Mehr Informationen: Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung der Migräne – http://www.dmkg.de/therapie-empfehlungen/migraene/leitlinie_entspannungsverfahren-und.html|Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.

Globuli für gesunde Lippen & Mund: Hilfe bei Rissen, Bläschen und Herpes

Quelle: apotheken.de | 04.03.2017 | Sandra Göbel
 Bei Lippenbeschwerden unterstützen homöopathische Mittel die Heilung.Bei kleinen Beschwerden im Mundbereich ermöglicht die Homöopathie eine effektive, aber sanfte Selbstbehandlung. Die wichtigsten Mittel für sanfte Lippen und eine gesunde Mundschleimhaut.

Eingerissene Mundwinkel
Kleine, schmerzhafte Einrisse an den Mundwinkeln (http://rhagaden/|Mundwinkel-Rhagaden) treten meist bei trockenen Lippen auf – vor allem im Winter ein Problem. Einmal aufgerissen, heilen sie nur schwer: Immer wieder öffnet sich die tiefe Wunde und blutet. Bei hartnäckigen, wiederkehrenden Rhagaden sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um einen Eisen- oder Vitaminmangel, eine Infektion oder Pilzbesiedlung auszuschließen. Handelt es sich dagegen um ein jahreszeitliches Problem, das der schlechten Luftfeuchtigkeit und spröden Witterung geschuldet ist, lohnt sich eine Behandlung mit Homöopathika. Als Mittel der Wahl gilt Acidum nitricum D12. Nehmen Sie zweimal täglich 5 Globuli ein oder lutschen Sie zweimal täglich eine Tablette, circa 10–15 Minuten vor dem Essen. Setzen Sie die Behandlung fort, bis die Rhagaden geheilt sind. Mit ersten Effekten können Sie nach wenigen Wochen rechnen. Für längere Anwendungen empfiehlt sich ein kurmäßiges Vorgehen: Auf eine dreiwöchige Behandlungszeit folgt jeweils eine einwöchige Pause. Diesen Zyklus setzen Sie beliebig lange fort.

Tipp: Acidum nitricum D12 (zweimal täglich 5 Globuli) eignet sich auch hervorragend zur Behandlung von trockenen Mundschleimhäuten. Probieren Sie es aus!

Lippenherpes
Stress, intensive Sonnenbestrahlung oder ein geschwächtes Immunsystem – als Auslöser von Lippenherpes kommen viele Faktoren in Betracht. Fragen Sie sich zunächst, was in Ihrem Fall die Ursache war. Anschließend wählen Sie das passende Mittel je nach Auslöser:

Stress oder schwaches Immunsystem: Rhus toxicodendron D12Ekel: Sepia D12Sonnenbestrahlung: Natrium chloratum D12

Wenden Sie das Mittel bereits bei den allerersten Anzeichen eines Lippenherpes an: am ersten Behandlungstag bis zu fünfmal 5 Globuli, später dreimal täglich 5 Globuli.

Tipp: Herpes tritt bei Ihnen immer nach Sonnenbestrahlung auf? Dann beginnen Sie drei Tage vor dem nächsten Strandurlaub präventiv mit einer Homöopathie-Kur: Zweimal täglich 5 Globuli Natrium chloratum D12 beugt Herpes-Rückfällen vor. Setzen Sie die präventive Einnahme während der Urlaubstage fort.

Bläschen im Mund
Kleine, äußert schmerzhafte Bläschen an der Mundschleimhaut – sogenannte Aphthen – weisen auf eine Schwäche des Immunsystem hin. Ein homöopathischer Klassiker in der Aphthen-Behandlung ist Borax D6, dreimal täglich 5 Globuli. Zu empfehlen ist eine kurmäßige Anwendung: Auf eine 3 Wochen lange Einnahmezeit folgt eine einwöchige Pause, dann beginnt die dreiwöchige Einnahme von Neuem.

Hinweis: Mit Borax D6 unterstützen Sie auch die Heilung von Mundsoor oder einer Pilz-Infektion der Mundschleimhaut – als Ergänzung zur konventionellen Therapie.

Mundfäule
Ein ausgeprägter Befall der Mundschleimhaut mit schmerzhaften, blutenden Bläschen weist auf eine Virusinfektion hin: Stomatitis aphthosa, auch Mundfäule genannt. Sie tritt vor allem bei Kindern auf, oft begleitet von Fieber, und erfordert in jedem Fall eine ärztliche Abklärung. Die Homöopathie kann als Add-on-Therapie zum Einsatz kommen. Bewährt ist Mercurius sublimatus corrosivus D12, zwei- bis dreimal täglich 5 Globuli (bei Kleinkindern 3 Globuli).

Hinweis: Eine schulmedizinische oder pflanzliche Behandlung, etwa mit einer Mundspüllösung, schließt eine ergänzende homöopathische Therapie nicht aus. Achten Sie jedoch darauf, dass zwischen den beiden Anwendungen ein zeitlicher Abstand von mindestens 30 Minuten liegt.

Quelle: Dr. med. Markus Wiesenauer: Homöopathie für die Mundschleimhaut. In: PTA heute, Nr. 10, Mai 2016. S. 66–68.

Pflanzliche Arznei richtig einsetzen: Genaue Zusammensetzung ist wichtig

Quelle: apotheken.de | 27.01.2017 | Sandra Göbel
 Apotheker unterstützen Patienten bei der Wahl eines wirkungsstarken und verträglichen Pflanzenpräparats.Gegen Atemwegserkrankungen wie Erkältung, Halsschmerzen oder Husten gibt es wirkungsstarke pflanzliche Arznei. Die verschiedenen Präparate sind aber nur selten miteinander vergleichbar. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin.

„Wenn auf der Packung nur 'enthält Efeublätter' steht, heißt das gar nichts“, sagte der Apotheker Prof. Dr. Robert Fürst beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. Denn nicht nur der Name enthaltener Pflanzenarten ist entscheidend für die Wirkung eines Arzneimittels, sondern seine genaue Zusammensetzung. Der Experte erläutert: „Über die Qualität eines pflanzlichen Medikaments entscheidet, aus welchem Pflanzenteil und vor allem wie der verwendete Extrakt hergestellt wurde. Das ist oft ein Firmengeheimnis. Die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel kann deshalb nach wissenschaftlichen Kriterien immer nur für ein einzelnes Präparat beurteilt werden. Wirkstoffgleiche Nachahmerprodukte im Sinne von ?Phyto-Generika? gibt es aus pharmazeutischer Sicht nicht.“

Traditionelles Arzneimittel: klinische Studien stehen noch aus
Bei der Beurteilung eines pflanzlichen Medikaments hilft der Blick auf die Packung. Steht dort „traditionelles Arzneimittel“, wurde die Wirksamkeit nicht in klinischen Studien untersucht. Fürst stellt klar: „Das bedeutet nicht automatisch, dass das Medikament nicht wirksam ist. Die Wirksamkeit wurde aber nicht in klinischen Studien nachgewiesen.“ Wissenschaftlich gesichert ist die Wirksamkeit einzelner Extrakte und ihrer Wirkstoffe zum Beispiel aus Efeu, Thymian, Primel, Pelargonie, Purpursonnenhut und Kombinationen aus verschiedenen anderen Pflanzenextrakten.

Apothekenpflichtige Produkte garantieren Qualität
Fast alle Pflanzen enthalten mehr als einen Wirkstoff. Doch damit die pflanzlichen Stoffe wirken, müssen sie hoch genug dosiert sein. Das ist bei Produkten aus Drogerie- und Supermärkten oder dem Internet oft nicht der Fall. Anders bei apothekenpflichtigen Produkten, die als Arzneimittel eingestuft sind. Ihre Zulassung erhalten sie erst, wenn die Hersteller ihre Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachweisen. Phytotherapeutika aus der Apotheke werden aus geprüften Rohstoffen ohne Schadstoffbelastung und mit standardisiertem Wirkstoffgehalt hergestellt. Um ein geeignetes und wirkungsvolles pflanzliches Präparat zu erhalten, sollten Patienten sich bei der Auswahl eines pflanzlichen Medikaments in der Apotheke beraten lassen.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände