Bauchmigräne bei kleinen Kindern: Bauchweh und Lichtscheu
Quelle: apotheken.de | 28.07.2026 | mauritius images / és collection / Philippe Dureuil
Kinder leiden oft unter Bauchschmerzen. Tauchen sie immer wieder auf und werden dabei von Lichtscheu oder Kopfschmerzen begleitet, handelt es sich womöglich um eine Bauchmigräne. Immer wieder mittig gelegene Bauchschmerzen
Von der Bauchmigräne sollen bis zu 4% der Kinder betroffen sein. Am häufigsten leiden 5-bis 10-Jährige darunter. Die Erkrankung gehört zu den funktionellen Bauchbeschwerden. Das bedeutet, dass keine organische Ursache zu finden ist. Die auch „abdominelle Migräne“ genannte Krankheit macht sich folgendermaßen bemerkbar:
Die Bauchschmerzen sind in der Mitte des Bauches (zentral) gelegen und dauern mindestens eine Stunde an. Die Schmerzen treten episodisch auf und laufen immer gleichartig ab. Mindestens eines der folgenden Beschwerden begleitet die Bauchschmerzen: Blässe, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu oder Kopfschmerzen. Klinisch lässt sich kein krankhafter Befund erheben.Zwischen den Schmerzepisoden fühlt sich das Kind wohl und gesund.
Ursächlich soll eine erhöhte Empfindlichkeit der Magen-Darm-Organe sein. Auch eine verstärkte Peristaltik und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut werden vermutet. Getriggert wird die Bauchmigräne durch die gleichen Faktoren wie die Kopfmigräne, z.B. durch Stress, Schlafmangel und grelles Licht. Bestimmte Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte und Schokolade können die Bauchmigräne ebenfalls auslösen, ungünstig sind auch längeres Fasten und Flüssigkeitsmangel.
Ausruhen, Schmerzmittel, Nasenspray
Eine spezifische Therapie gibt es für die Bauchmigräne nicht. Sind Trigger bekannt, sind diese zu meiden. Während einer Attacke sollen sich die Kinder in einem dunklen, stillen Raum ausruhen, bis die Beschwerden verschwinden. Reicht das nicht, könne als Schmerzmittel 10 mg/kgKG Ibuprofen oder 15 mg/kgKG Paracetamol verabreicht werden. Eine weitere Option ist das Migränemittels Sumatriptan als Nasenspray.
Manchen Betroffen hilft auch eine laktosefreie Kost oder die Einnahme von Probiotika. In Studien konnte auch eine Diät aus Obst, Gemüse, Reis und Fleisch die Häufigkeit von Bauchmigräne-Attacken vermindern.
Wenn die Kinder öfter als zwei Mal im Monat unter der Bauchmigräne leiden, ist die medikamentöse Prophylaxe eine Option. Kinderärzt*innen verschreiben dafür z.B. den Betablocker Propanolol oder das Antihistaminikum Cyproheptadin. Auch weitere Medikamente wie Flunarizin oder das Antiepileptikum Natriumvalproat, waren bei der kindlichen Bauchmigräne schon erfolgreich.
Gute Prognose
Ganz wichtig für Eltern und Kinder: Bei der Bauchmigräne sind weder Wachstums- oder Gedeihstörungen noch neurologische Schäden zu befürchten. Die Prognose der Erkrankung ist gut – allerdings haben die Kinder im späteren Jugend- und Erwachsenenalter häufiger mit einer Kopfmigräne zu kämpfen.
Quelle: Ärztezeitung
Adipöse Kinder pubertieren früher: Folgenschweres Übergewicht
Quelle: apotheken.de | 16.07.2026 | mauritius images / Science Photo Library
Wenn schon Kleinkinder zu viele Pfunde auf die Waage bringen, hat das auch Folgen für die Pubertät. Sie werden früher geschlechtsreif als normalgewichtige Jungen und Mädchen.Entscheidend sind die angesammelten Pfunde
Kinder pubertieren heute häufig früher als noch vor einigen Jahrzehnten. Forschende vermuten, dass dabei neben genetischen und Umweltfaktoren auch starkes Übergewicht (Adipositas) eine wichtige Rolle spielt. Untersuchungen aus Australien und China zufolge ist dabei offenbar nicht nur das Körpergewicht zum Pubertätsbeginn entscheidend. Vielmehr scheint es darauf anzukommen, wie lange ein Kind bereits übergewichtig ist und wie stark die Adipositas über die Jahre ausgeprägt war.
Für ihre Analyse werteten die Wissenschaftler*innen die Daten von rund 4.500 Kindern aus zwei großen Langzeitstudien aus. Dabei verfolgten sie die Gewichtsentwicklung von der frühen Kindheit bis zum Teenageralter. Den Pubertätsstatus gaben die Eltern über einen speziellen Fragebogen an. Das Ergebnis: Je höher die sogenannte kumulative Adipositas – also die über Jahre angesammelte Belastung durch Übergewicht –, desto früher begann die Pubertät.
Das war besonders bei den australischen Mädchen deutlich zu erkennen: Die adipösen unter ihnen kamen 1,5 Jahre früher in die Pubertät als die normalgewichtigen. Bei den australischen Jungen und den chinesischen Kindern war der Zusammenhang ebenfalls vorhanden, aber weniger ausgeprägt.
Schneller BMI-Anstieg besonders einflussreich
Auffällig war außerdem, dass ein schneller Anstieg des Body-Mass-Index (BMI) zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr besonders eng mit einer früheren Geschlechtsreife verbunden war. Diese Lebensphase könnte daher für die spätere Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.
Eine früh einsetzende Pubertät wird mit verschiedenen gesundheitlichen und psychischen Folgen in Verbindung gebracht. Dazu zählen unter anderem ein erhöhtes Risiko für emotionale Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten. Bei Mädchen könnte außerdem eine längere natürliche Östrogeneinwirkung das Risiko für Brustkrebs erhöhen.
Nur einer von mehreren Faktoren
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine gesunde Gewichtsentwicklung bereits im frühen Kindesalter ist. Fachleute betonen jedoch, dass das Körpergewicht nur einer von mehreren Faktoren ist, die den Beginn der Pubertät beeinflussen. Ernährung, Bewegung, genetische Veranlagung und weitere Umwelteinflüsse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Quelle: SpringerMedizin
Wie viel Schreien ist normal?: Quälende Säuglingskoliken
Quelle: apotheken.de | 01.07.2026 | mauritius images / Photononstop / Catherine Delahaye
Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden? Schreien ist normal
Schreien ist für Säuglinge in den ersten Lebenswochen typisch, selbst wenn es über Stunden geht. So sind bei einem sechs Wochen alten Baby fast drei Stunden Schreien pro Tag noch im „grünen“ Bereich, sagt Georgia Ortner, Kinderärztin am Universitätsklinikum Düsseldorf.
Eine der häufigsten Gründe für ausgedehntes Schreien sind Säuglingskoliken. Dabei handelt es sich um unerklärliche, anhaltende Schreiattacken bei ansonsten gesunden Babys im ersten Trimenon (also im Alter zwischen zwei Wochen und vier Monaten). Die Schreiphasen treten länger als drei Stunden täglich an mehr als drei Tage pro Woche auf, besonders häufig am Abend und in der Nacht. Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt. Man geht u.a. von einer Mischung aus unausgereiftem Verdauungssystem, Luftschlucken und Überreizung durch Stress aus.
Nur sehr selten steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter starkem Schreien. Dennoch gibt es Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten. Dazu gehören Fieber, Erbrechen, auffällige Stühle, Trinkschwäche, Gewichtsverlust oder eine ausbleibende Gewichtszunahme. Auch wenn das Schreien ungewöhnlich schrill wirkt oder über das fünfte Lebensmonat hinaus anhält, sollte immer eine kinderärztliche Untersuchung erfolgen.
Was Eltern tun können
Bei Säuglingskoliken ist für Eltern das Wichtigste ist zu wissen, dass sie nicht schuld sind. Das Schreien ist kein Zeichen dafür, dass sie etwas falsch machen. Oft hilft es schon, sich zu gegenwärtigen, dass diese Phase meist nach wenigen Monaten deutlich nachlässt. Bewährt haben sich einfache Maßnahmen wie
regelmäßige Tagesabläufe, viel Körperkontakt das Tragen im Tragetuch und sanfte Bauchmassagen.
Hilfreich ist zudem ein Schrei- und Schlafprotokoll. So lassen sich Muster erkennen und Fortschritte besser einschätzen. Wer sich überfordert fühlt, sollte unbedingt Unterstützung annehmen. Kinderärzt*innen, Hebammen, Familienberatungsstellen oder Schreiambulanzen können Eltern entlasten und wertvolle Tipps geben.
Keine Diäten und nicht schütteln!
Manchmal werden auch Medikamente gegen Blähungen empfohlen. Allerdings gibt es für Präparate wie Dimeticon bei Säuglingskoliken keine überzeugenden wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise. Auch strenge Diäten der stillenden Mutter oder das Weglassen bestimmter Lebensmittel sollten – wenn überhaupt – nur nach ärztlicher Empfehlung erfolgen. Solche Maßnahmen haben meist wenig Nutzen und stressen die Familien zusätzlich.
Anhaltendes Schreien kann Eltern körperlich und seelisch stark belasten. Wer merkt, dass Verzweiflung, Wut oder Erschöpfung überhandnehmen, sollte das Kind sicher ablegen, den Raum kurz verlassen und Unterstützung holen. Ein Baby darf niemals geschüttelt werden. Denn ein Schütteltrauma kann schwerste Hirnschäden verursachen.
Quelle: Ärztezeitung
Hitzefolgen bei Kindern erkennen: Hitzschlag und Sonnenstich
Quelle: apotheken.de | 01.06.2026 | MNStudio/shutterstock.com
Ob im Buggy beim Familienspaziergang oder beim Spielen im Sandkasten: Wenn Babys und Kleinkinder der sommerlichen Sonne zu lange ausgesetzt sind, drohen im schlimmsten Fall ein Sonnenstich oder Hitzschlag. Wie erkennt man die ersten Anzeichen, und, vor allem, was ist dann zu tun? Hitzschlag ist ein Notfall!
Von einem Hitzschlag spricht man, wenn durch die Hitze der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen wird. Typische Ursache bei Kindern ist das Sitzen im heißen Auto. Auch bei starker Anstrengung in der Sonne droht ein Hitzestau. Begünstigt wird dieser durch schwül-warmes Wetter, weil man dann weniger schwitzt und der Körper nicht abkühlt. Erkennen lässt sich ein Hitzschlag an folgenden Symptomen:
Hochroter Kopf, die Haut ist heiß und trocken, kein SchweißStumpfer Gesichtsausdruck, taumelnder GangKörpertemperatur über 40° CKopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, evtl. Krämpfe oder Bewusstlosigkeit.
Bei einem Hitzschlag ist sofort der medizinische Notdienst zu verständigen. Bis die Notärzt*in kommt, muss das Kind aus der Sonne und in den Schatten gebracht werden. Es soll ruhig liegen, die Beine erhöht. Ist es bei Bewusstsein, darf es vorsichtig etwas trinken.
Beim Sonnenstich trifft es die Hirnhäute
Im Gegensatz zum Hitzschlag ist beim Sonnenstich „nur“ der Kopf des Kindes betroffen. Er entsteht, wenn Nacken oder unbedeckter Kopf starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Die Hitze reizt die Hirnhaut, und es kommt zu folgenden Alarmzeichen:
Heißer und hochroter Kopf bei kühler oder normal temperierter Körperhaut. Auch die Körpertemperatur ist nicht erhöhtStechende Kopfschmerzen, Verwirrtheit und UnruheÜbelkeit und Erbrechen, Schwindel und OhrensausenNackensteifemanchmal Kreislaufbeschwerden und Bewusstlosigkeit.
In leichten Fällen reicht: Raus aus der Sonne, das Kind trinken lassen und ruhig hinlegen. Dabei sollte der Kopf etwas erhöht gelagert werden. Kopf und Nacken dürfen vorsichtig mit feuchten lauwarmen Tüchern gekühlt werden. Bei Kreislaufbeschwerden oder Bewusstlosigkeit muss zusätzlich sofort die Notärzt*in gerufen werden.
Quelle: www.kindergesundheit-info.de
Vit-D-Tabletten komplett auflösen!: Aufpassen bei Säuglingen
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Für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Knochen bekommen Säuglinge täglich Vitamin D. Wird es als Tablette verabreicht, heißt es aufpassen: Denn wenn sich die Tablette nicht vollständig auflöst, kann das Kind daran ersticken. Täglich Vitamin D ist Standard
Im Mutterleib ist das Ungeborene über die Plazenta gut mit allen Nährstoffen und Vitaminen versorgt – auch mit Vitamin D. Nach der Geburt ändert sich das. Denn in den ersten eineinhalb Lebensjahren reicht die Zufuhr von Vitamin D über die Muttermilch oder die Flaschennahrung nicht aus. Deshalb bekommen Säuglinge ab der zweiten Woche jeden Tag 400 bis 500 I.E. Vitamin D, entweder als Tropfen oder als Tabletten. Weil es bei Tropfen leicht zu einer Überdosierung kommen kann, empfehlen Expert*innen meist die Gabe von Vitamin-D-Tabletten, meist in Kombination mit Fluoriden.
Auf Zerfall achten
Bei der Gabe der Vitamin-D-Tablette ist jedoch einiges zu beachten. Die Tablette muss in einer Flüssigkeit aufgelöst werden. Am besten nimmt man dafür einen Teelöffel mit Wasser und lässt die Tablette darin zerfallen. Andere Flüssigkeiten wie Tee oder Saft sollten nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich in der Gebrauchsinformation genannt sind. In Muttermilch lösen sich Vitamin-D-Tabletten nur sehr langsam auf, weshalb man besonders sorgfältig auf den Zerfall achten muss.
Bloß nicht in die Backentasche!
Keinesfalls dürfen Vitamin-D-Tabletten unaufgelöst in die Backentasche des Säuglings gelegt werden. Denn dann droht die Gefahr, dass das Kind die Tablette versehentlich verschluckt. Gelangt der unaufgelöste Festkörper dann in die Atemwege, kann das Kind ersticken – wie es tragischerweise im Oktober 2025 in Österreich passiert ist.
Diesen Fall nahm das BfArM zum Anlass, noch einmal an die korrekte Gabe von Vitamin-D-Tabletten für Säuglinge zu erinnern. Damit die Tablette nicht in die Atemwege gelangt, muss sie vor der Verabreichung immer komplett aufgelöst werden. Die Hersteller werden deshalb aufgefordert, ihre Packungsbeilagen zu überprüfen und, wenn erforderlich, den entsprechend Hinweis einzufügen.
Quelle: ptaheute
Das hilft Kindern mit Neurodermitis: Haut schützen, Auslöser meiden
Quelle: apotheken.de | 23.05.2026 | mauritius images / Dinko Kyuchukov / Alamy / Alamy Stock Photos
Mit starkem Juckreiz und oft deutlich sichtbaren Hautveränderungen belastet die Neurodermitis Kinder und Jugendliche erheblich. Zwar ist die Erkrankung nicht heilbar, doch mit der richtigen Basistherapie lassen sich die Beschwerden deutlich lindern. Reicht dies nicht aus, kommen wirksame Medikamente zum Einsatz. Gestörte Hautbarriere
Die Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist die häufigste chronische Hauterkrankung im Kindesalter: Etwa jedes zehnte Kind unter 15 Jahren ist betroffen. Viele erkranken bereits im Säuglingsalter, oft schon im zweiten oder dritten Lebensmonat.
Die Erkrankung äußert sich durch starken Juckreiz, trockene, raue Haut sowie entzündete, schuppige Ekzeme. Ursache ist eine genetisch bedingte Störung der Hautbarriere. Hinzu kommt häufig eine Dysbiose der Haut – das Gleichgewicht zwischen nützlichen und schädlichen Hautkeimen ist gestört. Auch Umweltfaktoren wie Allergene, Schadstoffe oder klimatische Einflüsse spielen eine Rolle.
Bei Säuglingen sind neben der Kopfhaut vor allem der Hals sowie die Streckseiten von Armen und Beinen betroffen. Bei Kleinkindern zeigen sich die Ekzeme eher an den Beugeseiten, bei Jugendlichen außerdem häufig im Gesicht sowie an Hals und Händen.
Neurodermitis ist für Kinder und ihre Familien sehr belastend. Der chronische Juckreiz tritt tags und nachts auf und kann den Schlaf erheblich stören. Säuglinge sind oft unruhig und weinen viel, ältere Kinder kratzen sich die Haut wund. Schon Kleinkinder schämen sich wegen der sichtbaren Hautveränderungen; werden die Kinder älter, ziehen sie sich nicht selten zurück.
Hinweis: Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich. Bei manchen Kindern bessern sich die Symptome mit zunehmendem Alter oder verschwinden ganz, andere sind ein Leben lang betroffen.
Die Hautbarriere stärken
Bei Kindern mit Neurodermitis ist die Hautbarriere gestört: Sie verliert vermehrt Feuchtigkeit und kann Reizstoffe schlechter abwehren. Ziel der Behandlung ist es daher, die Haut langfristig zu stabilisieren. Eine intakte Hautbarriere kann entzündliche Schübe hinauszögern oder sogar verhindern.
Grundlage ist die tägliche Pflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten. Geeignet sind Basiscremes oder -salben mit Inhaltsstoffen wie Glycerin, Urea (bei Kindern niedrig dosiert) oder Ceramiden. Sie helfen, Feuchtigkeit zu binden und die Haut zu schützen. Wichtig ist, die Haut ein- bis zweimal täglich einzucremen – auch in beschwerdefreien Phasen. Denn die gestörte Hautbarriere besteht dauerhaft, nicht nur während eines Schubs.
Fettreichere Salben eignen sich besonders für sehr trockene Haut, leichtere Lotionen sind bei milderen Formen oft angenehmer. Duftstoffe und Konservierungsmittel sollten möglichst vermieden werden, da sie die empfindliche Haut zusätzlich reizen.
Tipp: Regelmäßigkeit ist entscheidend – die Haut sollte vorbeugend gepflegt werden, nicht erst bei sichtbarer Trockenheit.
Richtig baden und waschen
Neben der Pflege ist ein schonender Umgang mit der Haut wichtig. Zu häufiges oder zu heißes Waschen kann sie zusätzlich austrocknen. Ideal sind kurze Bäder von fünf bis zehn Minuten in lauwarmem Wasser. Rückfettende Badezusätze können die Haut zusätzlich schützen. Auf stark schäumende oder parfümierte Produkte sollte verzichtet werden, ebenso auf herkömmliche Seifen, da sie die natürliche Schutzschicht angreifen.
Nach dem Baden sollte man die Haut nicht trockenrubbeln, sondern vorsichtig trocken tupfen. Innerhalb weniger Minuten sollte die Pflegecreme aufgetragen werden, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten.
Wer diese Empfehlungen beachtet, kann sein Kind auch täglich baden. Denn gerade für Säuglinge und Kleinkinder ist das Baden ein wichtiger Moment im Eltern-Kind-Kontakt.
Hinweis: Regelmäßige Schwimmbadbesuche sind grundsätzlich möglich. Wichtig ist, anschließend das Chlorwasser gründlich mit lauwarmem Wasser abzuspülen und die Haut gut einzucremen.
Den Juckreiz kontrollieren
Juckreiz ist das Leitsymptom der Neurodermitis. Er entsteht durch Entzündungen und Nervenreizung in der Haut und zählt zu den belastendsten Beschwerden. Kratzen verschafft zwar kurzfristig Erleichterung, verschlimmert jedoch die Entzündung und kann Infektionen begünstigen. Zudem entsteht ein sogenannter Juck-Kratz-Kreislauf.
Hilfreich sind kühlende Maßnahmen wie feuchte Umschläge oder spezielle Gele. Baumwollhandschuhe in der Nacht können verhindern, dass sich Kinder im Schlaf aufkratzen. Die Fingernägel sollten stets kurz gehalten werden.
Empfehlenswert ist eine spezielle Neurodermitis-Wäsche aus besonders glatten, atmungsaktiven Materialien wie Seide, Modal oder Lyocell. Für Säuglinge und Kleinkinder gibt es auch Modelle mit Anti-Kratzärmeln aus Seide und Baumwolle.
Im Internet werden gegen starkes Kratzen häufig Immobilisationsschienen empfohlen. Das sind Schienen, die am Arm befestigt werden und dadurch dessen Bewegung einschränken – also auch das Kratzen. Kinderärzt*innen raten davon dringend ab, denn solche Schienen behindern die Bewegung und damit die motorische Entwicklung des Kindes.
Bei sehr starkem Juckreiz verordnet die Ärzt*in Medikamente, um diesen zu lindern. Dazu gehören u. a. Antihistaminika und kortisonhaltige Cremes.
Tipp: Ablenkung hilft oft besser als ein Kratzverbot. Spielen, Vorlesen oder ruhige Aktivitäten können die Kinder vom Juckreiz ablenken.
Auslöser im Blick behalten
Bei Neurodermitis spielt auch das Umfeld eine große Rolle. Die Haut reagiert empfindlich auf äußere Reize wie Hitze, Schweiß, Allergene oder Schadstoffe.
Umweltfaktoren. Extreme Kälte oder starke Wärme empfinden viele Neurodermitiskranke als unangenehm und juckreizfördernd. Gleiches gilt für trockene Heizungsluft. Günstig sind milde Außentemperaturen und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %. Um dies in Räumen zu erreichen, sollte häufig gelüftet werden. Schadstoffe, Allergene oder Tierhaare können die Beschwerden verstärken. In Innenräumen hilft regelmäßiges Saubermachen. Dabei sollte man fürs Staubwischen am besten feuchte Tücher verwenden und den Staubsaugerfilter regelmäßig wechseln. Allergietest. Ein Allergietest ist nur nötig, wenn Verdacht auf eine Allergie besteht. Dann wird dem Ergebnis entsprechend gehandelt, z. B. der Auslöser gemieden oder eine Hyposensibilisierung eingeleitet. Bei Hausstaubmilbenallergie sind auch spezielle Encasings (Umhüllungen) für die Bettwäsche nützlich. Kleidung. Für Kleidung eignet sich weiche, atmungsaktive Baumwolle oder Seide am besten. Kratzende Materialien wie Wolle, raue Stoffe oder synthetische Fasern sollten vermieden werden. Die Kleidung sollte generell locker und luftig sitzen. Weil Überhitzung den Juckreiz verstärkt, trägt man besser mehrere dünne Schichten als eine dicke und zieht die oberste bei Wärme aus. Neue Sachen wäscht man am besten vor dem ersten Tragen, um chemische Rückstände zu entfernen. Damit auch durch das Waschen keine reizenden Rückstände im Gewebe bleiben, wählt man ein mildes, duftstofffreies Waschmittel. Ernährung. Häufig wird bei der Neurodermitis auch die Ernährung für einen Schub verantwortlich gemacht. Doch deren Rolle ist individuell unterschiedlich. Nur bei einem Teil der Kinder lösen bestimmte Lebensmittel Beschwerden aus. Häufige Verdächtige sind Kuhmilch, Eier, Nüsse oder Weizen. Ernährungstagebücher können helfen, individuelle Auslöser zu erkennen. Wichtig ist dabei, mögliche Zusammenhänge sorgfältig zu beobachten und nicht auf Verdacht ganze Lebensmittelgruppen zu streichen. Stattdessen ist es sinnvoll, die mögliche Allergie oder Nahrungsmittelunverträglich bei der Ärzt*in gezielt abklären zu lassen.
Hinweis: Neben falscher Kleidung, trockener Luft und Lebensmitteln können auch Infekte, Stress oder Schlafmangel Neurodermitis-Schübe begünstigen.
Mit Cremes und Medikamenten die Haut beruhigen
Trotz guter Pflege kann es zu akuten Schüben mit Ekzemen kommen. In diesen Phasen ist eine intensivere Behandlung notwendig. Die Behandlung der Neurodermitis erfolgt heute nach einem klaren Stufenplan und richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung. Anhand des SCORAD-Scores teilt man die Neurodermitis in drei Schweregrade ein:
Bei der leichten Neurodermitis (SCORAD < 25) sind weniger als ein Fünftel der Hautoberfläche des Kindes betroffen, der Juckreiz ist mild und der Nachtschlaf ungestört. Die Haut ist trocken mit leichten Rötungen. Schuppungen oder Nässen kommen so gut wie nicht vor. Bei dieser leichten Ausprägung reicht es meist, die Kinder konsequent mit rückfettender Basiscreme einzucremen. Außerdem müssen die genannten Auslöser vermieden werden.
Die mittelgradige Neurodermitis (SCORAD 25-50) betrifft 20 bis 50 % des Körpers. Der Juckreiz ist stark und erschwert sowohl den Alltag als auch den Schlaf. Es finden sich gerötete Ekzeme mit Schuppen, vereinzelt nasse Stellen und Krusten. Zusätzlich zur Basistherapie werden auf den betroffenen Bereichen antientzündliche Cremes eingesetzt, z. B. Kortison oder Calcineurin-Inhibitoren. Letztere sind insbesondere für empfindliche Hautareale wie das Gesicht, die Bereiche zwischen den Fingern und der Haut von Po und Genital geeignet.
Die schwere Neurodermitis (SCORAD > 50) befällt mindestens 50% der Haut mit ausgedehnten Ekzemen. Der Juckreiz ist extrem stark, die Kinder kratzen sich bis hin zu Blutungen. Der Schlaf ist stark gestört, der Alltag deutlich beeinträchtigt. Sind bei diesen schweren Formen Basistherapie und antientzündliche Cremes nicht ausreichend wirksam, verordnet die Ärzt*in zusätzlich eine Systemtherapie. Dabei handelt es sich um Medikamente, die entweder unter die Haut (subkutan) gespritzt oder als Tabletten eingenommen werden (Ciclosporin, Biologika, Dupilumab, JAK-Inhibitoren). Diese Wirkstoffe greifen gezielt in das fehlgesteuerte Immunsystem ein und können die Krankheitskontrolle deutlich verbessern.
Hinweis: Eine frühzeitige und konsequente Behandlung kann den Krankheitsverlauf langfristig positiv beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, die Medikamente genau nach ärztlicher Anweisung zu verwenden und nicht eigenständig abzusetzen, sobald eine leichte Besserung eintritt.
Keine Angst vor Kortison!
Kortisoncremes sind auch bei Kindern ein bewährtes und sicheres Mittel zur Behandlung einer Neurodermitis. Sie werden vor allem in akuten Entzündungsschüben angewendet, also bei Rötung, Nässen und starkem Juckreiz. In diesen Phasen wird das Präparat ein- bis zweimal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Eine praktische Orientierung bietet die sogenannte „Fingertip-Unit“: Die Menge, die aus der Tube von der Fingerspitze bis zum ersten Fingergelenk reicht, genügt etwa für eine Fläche von zwei Handflächen des Kindes.
Die Auswahl der Wirkstärke richtet sich nach Alter, Körperregion und Schweregrad:
Im Gesicht, an Hals und in Hautfalten werden schwache Präparate verwendet. An Armen, Beinen oder am Rumpf können – je nach Befund – mittelstarke Präparate nötig sein. Stärkere Kortisonpräparate kommen nur kurzfristig und unter ärztlicher Kontrolle zum Einsatz.
Die Behandlungsdauer ist in der Regel kurz: oft wenige Tage bis maximal zwei Wochen pro Schub. Sobald sich die Haut deutlich gebessert hat, wird die Anwendung reduziert oder beendet. Nebenwirkungen wie Hautverdünnung treten bei korrekter Nutzung nach ärztlicher Anleitung in der Regel nicht auf – moderne Kortisonpräparate gelten auch bei Kindern als sicher.
Wichtig ist die Kombination mit einer konsequenten Basispflege. Rückfettende, feuchtigkeitsspendende Cremes oder Salben werden auch während der Kortisontherapie täglich angewendet, um die Hautbarriere zu stabilisieren.
Eine systemische Kortisontherapie – also die Einnahme von Tabletten – kommt bei Kindern mit Neurodermitis aufgrund der Nebenwirkungen nur äußerst selten in Frage. Inzwischen gibt es zudem zahlreiche andere Wirkstoffe, die sich für Kinder und Säuglinge eignen. Dazu gehören z. B. das Biologikum Dupilumab oder der JAK-Inhibitor Baricitinib.
Hinweis: Die Angst vor Kortison ist weit verbreitet, aber bei korrekter Anwendung unbegründet. Unbehandelte Entzündungen und permanenter Juckreiz schaden der Haut und der Psyche des Kindes weitaus mehr als eine kurzfristige lokale Kortisonbehandlung.
Psychische Belastung ernst nehmen
Neurodermitis betrifft nicht nur die Haut. Studien zeigen, dass betroffene Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen haben. Vor allem Depressionen und Angsterkrankungen sind bei ihnen häufiger als bei gesunden Gleichaltrigen.
Juckreiz, sichtbare Hautveränderungen und Schlafprobleme wirken sich auf das Wohlbefinden aus. Deshalb ist es wichtig, auch die emotionale Seite zu berücksichtigen. Eltern können unterstützen, indem sie
die Erkrankung altersgerecht erklären das Kind aktiv in die Pflege einbeziehen für Verständnis im Umfeld sorgen.
Hinweis: Bei chronischen Erkrankungen unterstützen Selbsthilfegruppe nicht nur mit Informationen. Vor allem der Austausch mit anderen Betroffenen wirkt häufig entlastend. Solche Gruppen gibt es für Kinder und ihre Eltern, zu finden sind sie z. B. über den Bundesverband Neurodermitis e.V..
Quellen: S3-Leitlinie Atopische Dermatitis, Weins B, Schnopp C, Management der atopischen Dermatitis im Kindesalte, Pädiatrie 2025; 2
Depressionen bei Kindern erkennen: Reizbar, weinerlich oder freudlos
Quelle: apotheken.de | 13.05.2026 | mauritius images / Westend61 / Angel Santana Garcia
Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden. Fast 34000 Kinder wegen Depressionen in der Klinik
Depressionen treffen nicht nur die Erwachsenen: Auch Kinder und Jugendliche können darunter leiden. Und das ist alles andere als selten. Expert*innen gehen davon aus, dass etwa 1 % der Vorschul- und 2% der Grundschulkinder depressive Störungen haben. Bei den 12- bis 17-Jährigen sollen es bis zu 10 % sein. Etliche von ihnen müssen sogar im Krankenhaus behandelt werden. Etwa 33900 Kinder und Jugendliche wurden 2024 aufgrund von Depressionen stationär aufgenommen.
Von Spielunlust bis Suizidgedanken
Depressionen sind bei Kindern gar nicht so leicht zu erkennen. Im Gegensatz zu den Großen steht bei ihnen häufig keine abgrundtiefe Traurigkeit im Vordergrund. Stattdessen fallen sie eher durch ein verändertes Verhalten auf.
Je nach Altersgruppe dominieren bei Depressionen folgende Symptome:
Kleinkinder bis 3 Jahre sind oft besonders anhänglich, erhöht reizbar oder weinen vermehrt. Sie haben keine Lust zu spielen oder leiden unter Ess- und Schlafstörungen. Manche haben ein ausdrucksarmes Gesicht oder lutschen besonders viel am Daumen. Vorschulkinder können durch einen traurigen Gesichtsausdruck und eine verminderte Mimik auffallen. Oft sind sie ängstlich und zurückhaltend, häufig auch gereizt. Sie bewegen sich nicht gerne und haben Schwierigkeiten, sich zu freuen. Essen und Schlafen sind ebenfalls oft gestört. Schulkinder bis 12 Jahre leiden oft unter Konzentrationsstörungen, die Leistung in der Schule fällt häufig ab. Viele sind ängstlich und haben Schuldgefühle. Appetitlosigkeit und Schlafstörungen kommen vor, wobei im Gegensatz zu Erwachsenen nicht weniger, sondern vermehrt geschlafen wird. Manche Kinder sind auch von Suizidgedanken gequält. Für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren sind bei Depressionen Ängste, Stimmungsschwankungen und Lustlosigkeit typisch. Durch Konzentrationsstörungen sind sie weniger leitungsfähig. Oft leiden sie unter vermindertem Selbstvertrauen und haben keine Perspektive für die Zukunft. Viele ziehen sich zurück und isolieren sich. Schlaf- und Essstörungen sowie der Griff nach Drogen oder Alkohol können folgen. Manche leiden unter psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen. Vor allem Mädchen sind von Suizidgedanken belastet, wobei jedoch männliche Jugendliche häufiger Suizid begehen.
Frühzeitig zur Kinderärzt*in
Wenn Eltern oder Sorgeberechtigte bei ihrem Kind eine Depression vermuten, sollten sie frühzeitig die Kinder- und Jugendärzt*in einschalten. Je eher reagiert wird, desto besser lässt sich eine Depression behandeln. Im Frühstadium reicht oft eine Verhaltenstherapie. Bei schwereren Formen kommen auch bei Kindern und Jugendlichen Medikamente zum Einsatz.
Quelle: ptaheute
Ständig Infekte beim Kita-Kind –: Wie viele sind normal?
Quelle: apotheken.de | 23.04.2026 | mauritius images / Westend61 / Josep Rovirosa
Ein bisschen nervig ist es schon: Kaum kommt das Kind in die Kita, geht es los mit den Infekten. Doch wie viele Infekte sind normal – und kann man etwas dagegen tun? Erst Nestschutz, dann Aufbau der Abwehr
Wenn Kinder auf die Welt kommen, haben sie durch von der Mutter übertragene Antikörper zunächst einen gewissen Schutz vor Infektionen. Dieser lässt im Laufe des ersten Lebensjahres nach. Dann beginnt das Kind, seine eigene Abwehr aufzubauen – und dafür braucht es den Kontakt mit Erregern.
Es ist also ganz normal, dass Kleinkinder Infekte durchmachen. Jeder Infekt trainiert ihr Immunsystem. Der Eintritt in eine Kita ist gewissermaßen wie der Start in ein kleines „Bootcamp“: Der Körper setzt sich mit vielen verschiedenen Erregern auseinander und baut so Schritt für Schritt Widerstandskraft für die kommenden Jahre auf.
Bis zu 15 Atemwegsinfektionen im Jahr
Einer britischen Studie zufolge hat ein Kleinkind nach dem Kita-Start im ersten Jahr etwa 12 bis 15 Atemwegsinfekte, zwei Magen-Darm-Erkrankungen sowie ein bis zwei Infektionen mit Hautausschlag. Mit jedem weiteren Jahr werden die Infektionen weniger. Wenn das Kind später in die Schule kommt, macht sich dieses „Bootcamp“ bezahlt: Kinder, die eine Kita besucht haben, sind in den ersten Schuljahren oft seltener krank als Kinder, die zu Hause betreut wurden.
Häufige Erkrankungen nach dem Start in der Kita sind also normal und sagen nichts über die Hygiene vor Ort oder den Gesundheitszustand des Kindes aus. Das bestätigen auch deutsche Kinderärzt*innen. Zwar gibt es hierzulande keine ganz vergleichbaren Statistiken wie in England, aber auch in Deutschland sind Kinder im ersten Betreuungsjahr deutlich häufiger von Infekten betroffen als später. Gerade in den Wintermonaten kann etwa alle zwei Wochen ein Infekt auftreten – auch das ist noch im normalen Bereich.
Genügend Zeit für die Erholung
Den besten Schutz vor schweren Infektionen bieten Impfungen, betonen Fachleute. Deshalb sollten alle Kinder gemäß den Empfehlungen der STIKO geimpft werden. Bei sogenannten banalen Infekten ist es außerdem wichtig, dass Kinder zu Hause bleiben, solange sie krank sind. So wird die Ausbreitung von Krankheiten in der Kita reduziert und das Kind hat ausreichend Zeit, sich zu erholen.
Damit ein Kind wieder in die Kita gehen kann, sollte es mindestens 24 Stunden frei von Symptomen wie Fieber oder Durchfall sein. Eine gute Faustregel ist: Wenn Eltern am Abend das Gefühl haben, ihr Kind wäre heute fit genug für die Kita gewesen, dann darf es sich am nächsten Tag wieder dort ins Getümmel stürzen.
Quelle: ptaheute
Was tun, wenn das Kind fiebert?: Temperaturalarm im Kinderzimmer
Quelle: apotheken.de | 21.03.2026 | mauritius images / Westend61 / Anastasiya Amraeva
Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberkind in die Arztpraxis? Diese und andere Fragen stellen sich besorgte Eltern häufig – insbesondere, wenn das Kind noch klein ist. Ein gutes Basiswissen zum Thema Fieber und praktische Tipps helfen dabei, ruhig zu bleiben und Fieber bei Babys und Kindern gut zu managen. Fieber als Zeichen der Abwehr
Der gesunde Körper benötigt gleichmäßige Bedingungen, um optimal zu funktionieren. Das betrifft auch die Körpertemperatur. Bei etwa 37° C arbeiten Stoffwechsel und Organe am effizientesten. Deshalb sorgt ein Regelsystem im Gehirn dafür, dass diese Temperatur gehalten wird. Als normal gelten Körpertemperaturen bis 37,5 °C.
Kommt es allerdings zu Bedrohungen wie z. B. einer Infektion, hebt der Körper seine Temperatur bewusst an – er entwickelt Fieber. Von Fieber spricht man bei Kindern und Jugendlichen bei einer Körpertemperatur ab 38,5° C, bei Babys unter 3 Monaten schon bei einer Temperatur ab 38° C.
In den meisten Fällen ist Fieber eine normale und hilfreiche Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger. Denn eine gesteigerte Körpertemperatur unterstützt den Organismus dabei auf mehrere Arten: Fieber feuert die eigenen Immunzellen an, mehr Antikörper zu produzieren, sich schneller zu den Erregern zu bewegen und diese effektiver anzugreifen. Zudem leiden die eingedrungenen Krankheitskeime unter der höheren Körpertemperatur. Viele Bakterien und Viren vermehren sich bei 39° C langsamer, was dem Immunsystem mehr Zeit zur Bekämpfung verschafft.
Ausgelöst wird das Fieber bei einer Infektion durch den Krankheitserreger selbst. Sind Bakterien, Viren oder Pilze in den Körper eingedrungen, werden aus ihnen Zellbestandteile freigesetzt. Diese Fett-Zucker-Moleküle aktivieren die Immunzellen, bestimmte Botenstoffe zu bilden (Zytokine wie z. B. Interleukin-1 und Interleukin-6). Die Botenstoffe lösen eine Kettenreaktion aus und bewirken schließlich, dass wie an einem Thermostat die Solltemperatur im Gehirn angehoben wird. Zur Erhöhung der Temperatur werden über das Nervensystem Befehle in den Körper geschickt: Die Wärmeproduktion steigt, indem die Muskeln zittern und mehr braunes Fettgewebe verbrannt wird. Gleichzeitig verengen sich die Gefäße und die Haare werden aufgerichtet, damit weniger Wärme nach außen abgegeben wird.
Normalerweise läuft das Fieber in drei Phasen ab.
Der Fieberanstieg beginnt mit Schwäche und Frösteln bis hin zum Schüttelfrost. Der Temperaturanstieg konzentriert sich auf das Innere des Körpers. Die Haut ist blass, Hände und Füße fühlen sich kühl an. Beim Fieberplateau stellt sich bei einer höheren Körpertemperatur ein Gleichgewicht ein. Hände und Füße werden wieder warm, die Haut ist trocken. Beim Fieberabfall wird die Wärme nach außen verteilt, das Kind fängt an zu glühen und zu schwitzen.
Hinweis: Die häufigste Ursache für Fieber bei Kindern sind virale Infektionen wie Erkältung, Grippe oder Kinderkrankheiten. Sie sind für mehr als 90% der Fälle verantwortlich. Viel seltener führen bakterielle Infektionen wie z. B. eine Mittelohrentzündung dazu.
Wie misst man Fieber richtig?
Fieber messen ist gar nicht so einfach. Es gibt verschiedene Thermometer und verschiedene Methoden, die unterschiedlich genau messen und je nach Alter des Kindes eingesetzt werden sollten.
Bei Neugeborenen und Säuglingen sollte man die Temperatur immer mit einem Digitalthermometer im Po messen. Die möglichst flexible Spitze bestreicht man mit Fettsalbe oder Vaseline, um sie etwas gleitfähiger zu machen. Dann legt man das Baby auf den Rücken oder auf die Seite und winkelt die Beinchen an. Mit einer Hand hält man das Baby an Becken und Beinen, mit der anderen führt man vorsichtig das Thermometer in den After ein (1-2 cm bei Säuglingen, 1 cm bei Neugeborenen). Dann wartet man, bis das Piepsignal ertönt, zieht das Thermometer langsam wieder heraus und liest es ab.
Auch bei Kindern und Jugendlichen ist die Messung mit einem Digitalthermometer im Po am genauesten. Allerdings ist diese Prozedur nicht sonderlich beliebt. Eine Alternative bietet die Messung mit einem Trommelfell- oder Ohrthermometer. Dabei ist einiges zu beachten: Um die Messergebnisse nicht zu verfälschen, sollte das Kind vorher 15 Minuten nicht auf dem Ohr liegen. Dann geht man folgendermaßen vor:
Die Ohrmuschel vorsichtig nach oben hinten ziehen, um den Gehörgang zu begradigen. Dann die Messspitze vorsichtig in das Ohr schieben, bis sie auf das Trommelfell zeigt (in Richtung gegenüberliegende Schläfe). Den Knopf drücken, auf den Piepton warten und die Temperatur ablesen.
Die Ohrtemperatur ist im Allgemeinen etwa 0,3-0,5° C niedriger als die im Po (rektal) gemessene Temperatur. Wichtig: Bei Wiederholungsmessungen immer im selben Ohr messen.
Bei älteren Kindern kann man die Temperatur auch mit einem Stirnthermometer oder mit dem Digitalthermometer unter der Zunge messen. Allerdings sind diese Methoden ungenauer. Die Messung der Temperatur unter der Achsel wird überhaupt nicht mehr empfohlen.
Wann muss das Fieberkind in die Arztpraxis?
In den meisten Fällen ist Fieber bei Kindern ein Zeichen für eine harmlose virale Infektion. Wenn es dem Kind gut geht, es ausreichend trinkt und keine Anzeichen für eine ernste Erkrankung vorliegen, muss es in der Regel nicht zur Ärzt*in. Treten jedoch Warnzeichen auf, muss die Kinder- oder Hausärzt*in eingeschaltet werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Kind
benommen, orientierungslos, nicht ansprechbar oder überaus schläfrig ist,schrill schreit oder starke Schmerzen hat, Krämpfe entwickelt, sehr schnell atmet oder sogar Luftnot entwickelt, bei Berührung empfindlich ist, ausgetrocknet ist oder seit über 12 Stunden keinen Urin mehr ausgeschieden hat einen Hautausschlag hat, der unter Druck mit einem Glas nicht verschwindet (dann handelt es sich um Hauteinblutungen) oder schwer krank wirkt.
Schon eines dieser Warnzeichen ist Grund genug, das Fieber ärztlich abklären zu lassen. Auch bei Kindern unter 3 Monaten, die 38° C aufweisen (im Po gemessen), sollte man eine Ärzt*in aufsuchen. Gleiches gilt, wenn man sehr unsicher oder besorgt ist.
Manche Kinder entwickeln beim Fiebern Fieberkrämpfe. Sie hören meist nach wenigen Minuten von selbst auf und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Kommt es zum ersten Mal dazu, sollte das Kind in eine Notfallambulanz oder in die Kinderarztpraxis gebracht werden, um eine ernste Erkrankung auszuschließen. Ebenfalls den Notdienst rufen sollte man bei Anfällen, die länger als 5 Minuten dauern, bei denen das Kind blau wird oder eine Bewusstseinsstörung auftritt.
Hinweis: Zögern Sie bei Warnzeichen nicht, ärztliche Hilfe zu suchen. Außerhalb von Praxisöffnungszeiten erreicht man den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall wendet man sich an den Rettungsdienst (112) oder bringt das Kind ins nächste Kinderkrankenhaus.
Was tun bei Fieber?
Liegen keine Warnsymptome (siehe oben) vor, kann das fiebernde Kind gut zu Hause betreut werden. Auch wenn es besorgten Eltern manchmal schwerfällt: Das Wichtigste ist, sich nicht aufzuregen und dem kranken Kind Sicherheit zu vermitteln.
Je nach Fieberphase kann man dem Kind helfen, damit es sich möglichst wohlfühlt.
Wenn es beim Fieberanstieg fröstelt oder friert, deckt man es zu. Manchmal ist dem Kind schon in dieser Phase zu warm, dann reicht eine leichte Decke. Sind in der Plateauphase Hände und Füße wieder erwärmt, darf man körperwarme Wadenwickel machen. Sie dürfen nicht kühlen, da der Organismus sonst erneut zu einem Temperaturanstieg angeregt wird. Beim Fieberabfall fängt das Kind an zu „glühen“ und es entspannt sich meist. Ist ihm zu warm oder es schwitzt, reicht eine leichte Decke. Allerdings sollte es nicht gekühlt werden. Deshalb muss man auch verschwitzte Wäsche wechseln.
Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Kind genug trinkt. Denn Fieber kann den Flüssigkeitsbedarf um bis zu 20 % steigern. Je nach Alter sind 1 Liter bis 1,5 L Flüssigkeit erforderlich. Geeignet sind Wasser, Tee oder verdünnte Säfte. Wenn das Kind nicht so recht trinken mag, kann man die Flüssigkeit mit einem Löffel oder einer kleinen Spritze zuführen. Wird das Trinken verweigert, ist dies eines der Gründe, Rücksprache mit einer Ärzt*in zu halten.
Ausreichend Ruhe und Schlaf fördern die Genesung und stärken das Immunsystem. Einem unruhigen Kind helfen Kuscheln oder Vorlesen, um das Einschlafen zu erleichtern. Fiebernde Kinder müssen allerdings nicht zwingend schlafen. Geht es ihnen gut, ist auch ruhiges Spielen oder Lesen erlaubt. In jedem Fall müssen fiebernde Kinder gut beobachtet werden, um mögliche Warnzeichen für eine Verschlechterung des Zustands zu erkennen.
Tipp: Für die Anwendung von Wadenwickeln gibt es Videos im Netz, z. B. unter www.feverapp.de/videos/#c760.
Sind Medikamente bei Fieber nötig?
Früher versuchte man in der Regel, Fieber zu senken. Heute weiß man dagegen, wie wichtig die erhöhte Körpertemperatur zur Abwehr von Erregern ist. Fieber zu senken verkürzt die Krankheitsdauer nicht. Im Gegenteil: Es kann den Heilungsprozess sogar stören. Deshalb ist es in den meisten Fällen nicht nötig, eine hohe Temperatur zu senken – der Körper regelt dies von selbst.
Kinderärzt*innen empfehlen fieber- und schmerzsenkende Medikamente deshalb nur, wenn das Kind Schmerzen hat. In Frage kommen dafür insbesondere Ibuprofen (für Kinder ab 3 Monaten) oder Paracetamol. Diese Medikamente können auch Nebenwirkungen haben. Deshalb sollten sie nur so lange verabreicht werden, bis es dem Kind besser geht. Auch die Dosierung ist wichtig und muss dem Körpergewicht angepasst werden. Auf keinen Fall darf die jeweilige maximale Tagesdosis überschritten werden. Die Dosisempfehlungen entnimmt man dem entsprechenden Beipackzettel. Rat dazu gibt es auch in der Apotheke oder bei der Kinderärzt*in.
Wenn das Kind trotz der Medikamente weiter Schmerzen hat, darf man nicht einfach das Präparat wechseln. Besser ist es, zuvor Rücksprache mit der Ärzt*in zu halten. Das gilt natürlich auch, wenn sich der Allgemeinzustand verschlechtert oder eines oder mehrere der oben genannten Warnzeichen auftreten.
Bei Kindern, die schon einmal einen Fieberkrampf erlebt haben, hat man früher manchmal fiebersenkende Mittel zur Vorbeugung empfohlen. Davon wird heute abgeraten. Denn diese Medikamente sind nicht in der Lage, Fieberkrämpfe zu verhindern. Stattdessen verordnet die Kinderärzt*in krampflösendes Diazepam, das die Eltern dem Kind bei einem erneuten Fieberkrampf in den Po verabreichen.
Antibiotika sind beim fiebernden Kind nur nötig, wenn eine schwere bakterielle Infektion vorliegt. Ansonsten überwiegen die Nachteile, z. B. Nebenwirkungen, aber auch Antibiotikaresistenzen. Ob bei Fieber ein Antibiotikum erforderlich ist, entscheidet die behandelnde Ärzt*in deshalb im Einzelfall.
Hinweis: Fieber nach Impfungen zeigt, dass sich der Körper mit dem Impfstoff wie gewünscht auseinandersetzt und Antikörper bildet. Fiebersenkende Mittel werden nur dann empfohlen, wenn das Kind nach der Impfung zusätzlich zum Fieber Schmerzen oder starkes Unwohlsein entwickelt.
Erholung muss sein!
Ist das Fieber abgeklungen, beginnt die Erholungsphase für das Kind. Auch diese Phase ist wichtig, da der Körper Gewebe repariert und sich das Immunsystem regeneriert. Oft ist das Kind noch blass und geschwächt, manche werden quengelig. Der Schlafbedarf ist meist hoch und der Appetit noch vermindert. Diese Phase dauert je nach Stärke der Infektion etwa 2 bis 5 Tage.
Essen sollten die Kinder dann besser leichte Kost. Dazu gehören Suppen und vitaminreiches Obst. Wie in den Fieberphasen muss darauf geachtet werden, dass das Kind ausreichend trinkt.
Bevor es wieder in den Kindergarten oder in die Schule geht, sollte das Kind mindestens einen Tag fieberfrei und fit sein. Damit auch Berufstätige ihre Kinder in Ruhe zuhause betreuen können, gibt für gesetzlich krankenversicherte Eltern spezielle Regelungen wie Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld. Im Jahr 2026 können Versicherte je Kind unter 12 Jahren bis zu 15 Arbeitstage zuhause bleiben und Kinderkrankengeld beantragen, Alleinerziehende bis zu 30 Tage. Beantragt wird das Kinderkrankengeld bei der jeweiligen Krankenkasse.
Tipp: Ausführliche Infos zum Kinderkrankengeld gibt es auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.
Quelle:S3-Leitlinie Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen
Früher mit dem Zukleben starten: Sehschärfe beim Schielen retten
Quelle: apotheken.de | 17.03.2026 | mauritius images / EyeEm / Steve Guessoum
Erst vier bis sechs Monate Brille tragen und dann das gesunde Auge abkleben – das ist die Strategie für die meisten Schielkinder. Doch offenbar entwickelt sich die Sehschärfe besser, wenn man deutlich früher mit dem Zukleben beginnt. Sehschärfe und räumliches Sehen in Gefahr
Schielen bei Kleinkindern muss frühzeitig behandelt werden. Unterlässt man es, drohen langfristig Folgen: So verringert sich nicht nur die Sehschärfe. Auch das räumliche Sehen wird beeinträchtigt. Unbehandelte Schielkinder entwickeln deshalb oft Schwierigkeiten beim Lesen und können sich in der Schule nicht gut konzentrieren.
Momentan bekommen Schielkinder meist einige Monate lang eine Brille, um die Sehschärfe zu verbessern. Danach wird mit dem Zukleben des gesunden Auges gestartet (Okklusionstherapie). Dadurch zwingt man das schielende Auge, sich mehr anzustrengen und aktiv zu sehen. Auf diese Weise wird seine Sehkraft trainiert und verbessert. Die Abklebedauer variiert, meist beträgt sie zwischen zwei und sechs Stunden täglich.
Drei Wochen Brille, dann kleben
Offenbar ist es für die Augen besser, wenn die Okklusionstherapie deutlich früher beginnt. Das haben britische Ärzt*innen in einer Studie mit 334 Kindern zwischen vier und sechs Jahren herausgefunden. 170 von erhielten die Standardtherapie – also 18 Woche Brille, danach 24 Wochen zusätzliches Zukleben. Bei 164 Kindern wurde dagegen mit dem Zukleben schon nach drei Wochen Brilletragen begonnen.
Beim Einstieg in die Studie und zwölf und 24 Wochen nach Beginn des Zuklebens wurde bei den Kindern die Sehschärfe gemessen. Die Kinder mit der frühen Okklusionstherapie schnitten dabei deutlich besser ab. Das war auch längerfristig so: Der Unterschied zwischen Frühklebern und den Kindern mit der langen Brillenphase war auch noch nach der 24. Woche nachweisbar.
Eltern zufrieden, Kinder weniger
Das frühe Abkleben nach nur drei Wochen Brilletragen bringt in puncto Sehschärfe also mehr als das Abkleben nach 18-wöchiger Brillenphase. Die Eltern der Kinder waren zu 83% zufrieden mit der Therapie. Die Kinder selbst fanden das Abkleben generell nicht so toll. Zufrieden laut Smiley-Skala waren damit nur 37%.
Auch wenn kleine Kinder das Zukleben ihres gesunden Auges nicht mögen: Die Forschungsgruppe rät aufgrund der Daten, vor allem bei Schielkindern mit schwerer Sehschwäche oder mit stark unterschiedlicher Brechkraft beider Augen frühzeitig mit dem Zukleben zu beginnen. Eine ausgedehnte Brillenphase sehen sie am ehesten bei den Kindern als angebracht, die unter 5 Jahre und 4 Monate alt sind und nur eine geringe Sehschwäche aufweisen.
Quelle: Ärztezeitung
