Schon gewusst?

Digitales Fiebermessen bei Kindern: Stirn, Ohr oder Darmausgang?

Quelle: apotheken.de | 16.01.2019 | Simone Lang
 Eine zuverlässige Methode zum Fiebermessen ist der Einsatz eines digitalen Thermometers am Darmausgang.Auf schnelle und verlässliche Weise die Temperatur bei den Kleinen zu messen hilft Eltern zu entscheiden, ob der Gang zum Arzt noch warten kann oder dringend erforderlich ist. Dabei ist der Ort der Messung nicht egal, wie eine dänische Studie zeigt.

Fiebermessen: Herausforderung für Eltern & Kind
Digitale Fieberthermometer eignen sich, die Temperatur unter dem Arm, im Mund oder im After zu messen. Bei Kindern sind dabei einige Besonderheiten zu beachten. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, erläutert: „Unter den Achselhöhlen ist die Messung am wenigsten exakt und deshalb nicht zu empfehlen. Wollen Eltern das Fieber im Mund messen, dürfen die Kinder für ein paar Minuten nur durch die Nase atmen, den Mund nicht öffnen und auch nicht auf das Thermometer beißen. Auch kann die Messung bei einigen Kindern einen Würgereiz auslösen und das Kind sollte mindestens 15 Minuten nichts gegessen oder getrunken haben.“ Auch digitale Schnullerthermometer gelten als messungenau, weil das Kind sie für etwa 5 Minuten ruhig im Mund halten muss.

Trotz aller neuen Technik: Rektal messen am besten
Ohr- und Stirnthermometer registrieren die erhöhte Infrarotstrahlung bei fieberhaften Erkrankungen. Sie sind praktisch, da Eltern die Temperatur messen können, während das Kind schläft. Einer aktuellen Studie zufolge sind allerdings beide Messmethoden einer digitalen Fiebermessung am Darmausgang (rektal) unterlegen. Fegeler erklärt das genaue Vorgehen: „Schmieren Sie die Spitze des Thermometers mit Vaseline ein, damit das Thermometer besser gleitet. Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken. Ältere Kinder können sich auf die Seite legen. Heben Sie die Oberschenkel an und führen Sie das Thermometer 1,3 bis 2,5 Zentimeter in den Enddarm ein. Bei Widerstand stoppen Sie sofort. Halten Sie das Thermometer locker in seiner Position, bis der Signalton kommt. Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt, während Sie seine Temperatur messen.“ Am Ende jeder Temperaturmessung steht natürlich die Reinigung des Thermometers mit Alkohol oder lauwarmen Seifenwasser.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

Frühjahrsputz in der Hausapotheke: Abgelaufene Arzneimittel entsorgen

Quelle: apotheken.de | 15.01.2019 | Simone Lang
 Ein blick auf das aufgedruckte Verfalldatum auf Medikamentenpackungen schützt vor schädlichen Nebenwirkungen.Verbraucher sollten Medikamente, bei denen das Verfalldatum überschritten ist, nicht mehr anwenden und sachgerecht entsorgen. Bei angebrochenen Packungen kann sich die Haltbarkeit sogar auf wenige Wochen beschränken.

Verfalldatum auf Medikamenten verbindlich
Auch, wenn Arzneimittel äußerlich einwandfrei erscheinen, sollten Verbraucher sie nach Erreichen des Verfalldatums entsorgen. Zu lange gelagerte Medikamente können ihre Wirksamkeit verlieren oder sogar schädliche Nebenwirkungen verursachen. Mathias Arnold, Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA, warnt: „Immer wieder behaupten selbsternannte Experten, dass man Medikamente auch nach Ablauf des Verfalldatums ohne Risiko einnehmen könne. Das ist falsch.“ Arnold betont:“ Verfalldaten auf Arzneimittelpackungen sind weit mehr als eine Empfehlung. Das unterscheidet sie vom Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmitteln.“ Das Verfalldatum basiert auf den Forschungsdaten des Herstellers und ist Teil der Arzneimittelzulassung.

Entsorgung über den Hausmüll
Jede Arzneimittelpackung ist mit einem Verfalldatum gekennzeichnet, erkennbar an der Angabe „verwendbar bis“. Industriell hergestellte Medikamente sind in der Regel mehrere Jahre haltbar. Für bereits angebrochene Packungen, Flaschen oder Ampullen wie beispielsweise Augentropfen verkürzt sich die Aufbrauchfrist oft deutlich.

Nicht gefährliche, abgelaufene Medikamente gehören in aller Regel in den Hausmüll, da in den meisten Gemeinden die Altmedikamente mit dem Restmüll verbrannt und somit sicher vernichtet werden. Ob in Ihrer Kommune davon abweichende Regelungen bestehen, lässt sich beispielsweise bei der Abfallberatung in Erfahrung bringen. Alternative Entsorgungswege sind die Problemabfallsammlung oder auch Apotheken, die dazu bereits sind, alte Medikamente zurückzunehmen.

Quelle: ABDA

Schlaganfall: Gesund leben wichtig: Ausgleich von schlechten Genen möglich

Quelle: apotheken.de | 14.01.2019 | Simone Lang
 Nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund: Obst.Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, wird sowohl von den Genen als auch von Lebensstil und Ernährung bestimmt. Kann ein gesunder Lebensstil den Einfluss negativer Gene ausgleichen?

Gene und Lebensstil: zwei Faktoren bei Schlaganfall
Das internationale Forscherteam wertete Daten von 500.000 Briten im Alter zwischen 40 und 69 Jahren aus. Als Grundlage diente eine vorangegangene Untersuchung, bei der 90 Genvarianten identifiziert wurden, die für die Entstehung eines Schlaganfalls eine Rolle spielen.

Die Wissenschaftler teilten die Probanden in drei genetische Risikogruppen für Schlaganfall ein. Zusätzlich gruppierten die Forscher die Personen in Teilnehmer mit gesundem, mäßig gesundem und ungesundem Lebensstil. Gemäß den Richtlinien der American Heart Association lebt gesund, wer nicht raucht, nicht zu dick ist (BMI unter 30), viel Obst, Fisch und Gemüse isst und sich pro Woche mindestens 3 Stunden moderat beziehungsweise 1,5 Stunden intensiv sportlich betätigt.

Obst, Fisch & Sport gleichen genetischen Nachteil aus
Insgesamt erlitten 2077 der Teilnehmer einen ersten Schlaganfall. Unabhängig vom Lebensstil war das Schlaganfallrisiko bei Menschen mit hohem genetischem Risiko um 35 Prozent höher als bei denjenigen mit geringem genetischem Risiko.

Deutlicher war der Zusammenhang zwischen Schlaganfallrisiko und Lebensstil: Teilnehmer mit ungesunder Lebensweise erlitten 66 Prozent häufiger einen Schlaganfall als gesund lebende Personen, unabhängig vom genetischen Risiko. Bei mäßig gesund lebenden Personen ergab sich eine um 27 Prozent erhöhte Schlaganfallrate. Prof. Martin Dichgans, 2. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft und Mitautor der Studie, fasst zusammen: „Die Ergebnisse belegen, dass sich ein gesunder Lebensstil zur Schlaganfallprävention lohnt – unabhängig vom genetischen Risikoprofil.“

Die Wissenschaftler zeigten auch, dass ungesunder Lebensstil und schlechte Gene unabhängig voneinander das Schlaganfallrisiko erhöhen und sich addieren können. Bei Personen mit ungünstigen Genen und gleichzeitig ungesundem Lebensstil fanden sie eine um rund 130 Prozent erhöhte Schlaganfallrate gegenüber Personen mit geringem genetischem Risiko sowie gesundem Lebensstil. Am stärksten trugen Rauchen und ein erhöhter BMI zum lebensstilbedingten Schlaganfallrisiko bei. Bei Männern wirkten sich in der Studie sowohl Gene als auch Lebensstil stärker aus als bei Frauen. Dichgans betont: „Männer sollten besonders auf eine gesunde Lebensweise achten.“

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurologie

Sicher unterwegs bei Eis und Schnee: Pinguin-Gang schützt vor Unfällen

Quelle: apotheken.de | 11.01.2019 | Simone Lang
 Der Pinguin-Gang vermeidet Stürze bei glattem Untergrund.Ergiebige Schneefälle bescheren uns zu Jahresbeginn glatte Straßen und rutschige Gehwege. Um gefährliche Stürze zu vermeiden, sollten Fußgänger sich an ein Beispiel aus der Natur halten: den Pinguin.

Mit kleinen Tippelschritten sicher übers Eis
Im Winter haben die Ärzte in den Notfallambulanzen alle Hände voll zu tun: Knochenbrüche, Platzwunden am Kopf und Bänderzerrungen müssen versorgt werden, die in den meisten Fällen eine Folge von Stürzen auf eisbedeckten Wegen sind. Die Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) raten Fußgängern im Winter, sich mit langsamen und kleinen Schritten über den Boden zu schieben. Der Schwerpunkt des Körpers liegt dabei über dem vorderen Bein, das mit der ganzen Sohle aufgesetzt wird und leicht nach außen zeigt – eben wie beim Pinguin. Prof. Reinhard Hoffmann, DGOU-Generalsekretär, erklärt: „Der Pinguin-Gang ist eine einfache Methode, um sicher auf überfrorenem Boden zu gehen und einen Sturz zu vermeiden.“

Untersuchungen zeigen, dass bei älteren Menschen ab 70 Jahren in den Wintermonaten die Zahl der Sturzunfälle sprunghaft ansteigt. Stürze auf die Hüfte oder den Kopf sind dabei besonders folgenreich, da ein Oberschenkelhalsbruch oder ein schweres Schädel-Hirn-Trauma drohen. Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention, erläutert: „Im Winter verschärft sich die Gangunsicherheit insbesondere von älteren Menschen. Hinzu kommen verzögerte Reflexe. Im Falle eines Sturzes können sich betagte Menschen nicht ausreichend abfangen und stürzen ungebremst auf den harten Boden.“

Praktische Tipps von den Experten
Damit der Ausflug auf spiegelglattem Gehweg nicht im Krankenhaus endet, haben Unfallchirurgen und Orthopäden weitere Tipps für Jung & Alt:

Halt suchen: Sich bei anderen einhaken, am Geländer oder der Wand entlanghangeln gibt Trittsicherheit.

Nur Schuhe mit gutem Profil tragen. Bei Bedarf die Schuhe auf der Arbeitsstelle einfach wechseln.

Spikes für die Schuhe sind bei extremer Glätte eine sinnvolle Ergänzung und bewahren vor dem Ausrutschen. Spikes können ganz leicht unter jeden Schuh montiert werden.

Auf keinen Fall mit dem Fahrrad fahren! Es besteht große Unfallgefahr durch Wegrutschen und Bremsprobleme.

Unnötige Gänge vermeiden und bei Glatteis besser zu Hause bleiben.

Quelle: DGOU

Zink gegen Erkältungen: Krankheitsdauer verkürzen

Quelle: apotheken.de | 10.01.2019 | Sara Steer
 Im Winter sind Erkältungen besonders häufig.In der Winterzeit bleibt kaum jemand von Erkältungen verschont. Auch wenn die meisten Infekte harmlos sind, machen sie den Alltag oft beschwerlich. Richtig angewendet hilft Zink, Symptome abzuschwächen und schneller wieder fit zu werden.

Akut auch als Lutschtablette
Zink übernimmt eine zentrale Rolle bei vielen Funktionen des Körpers – besonders wichtig ist das Spurenelement für ein funktionierendes Immunsystem. Auch wer prinzipiell ausreichend mit Zink versorgt ist, kann bei einem akuten Infekt von der Einnahme profitieren. Die meisten Erkältungen werden nämlich zunächst durch Viren verursacht. Genau hier setzt Zink an: es wirkt antiviral, in dem es beispielsweise die Vermehrung der Krankheitserreger hemmt. Entscheidend für die Wirkung ist, dass das Spurenelement richtig eingenommen wird. Besonders gut hilft es, wenn es innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Auftreten der Symptome eingesetzt wird. Empfohlen wird eine Menge von mindestens 75 Milligramm pro Tag in Form von Lutsch- oder Brausetabletten. In dieser Form wirkt Zink auch bei Infektionen im Rachenraum, etwa bei Halsschmerzen, besonders effektiv.

Sich über Nebenwirkungen informieren
Wer ausschließen will, dass unter der Einnahme Nebenwirkungen wie Durchfall auftreten, sollte sich am besten beim Kauf gut beraten lassen. Dosen über 100 Milligramm pro Tag verbessern die Wirkung nicht, werden aber schlechter vertragen. Bei längerer Einnahme ist schlimmstenfalls auch ein Kupfermangel möglich.

Quelle: PTA heute, November 2018, Ausgabe 21

500 Schritte für einen Würfelzucker: Energieverbrauch oft überschätzt

Quelle: apotheken.de | 09.01.2019 | Sara Steer
 Tägliche Bewegung ist wichtig für einen gesunden Lebensstil.Ein kleiner Spaziergang nach einer üppigen Mahlzeit, um überflüssige Kalorien zu verbrennen? Klingt gut, reicht aber bei weitem nicht aus, um ausreichend Energie zu verbrauchen. Wer sich genügend bewegen oder sogar Gewicht verlieren möchte, muss deutlich mehr Zeit investieren.

Zeitmangel als Hindernis
Bewegung hilft, um die Gesundheit zu erhalten und Übergewicht vorzubeugen. Wieviel Aktivität für einen gesunden Lebensstil nötig ist, unterschätzen Laien aber nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention häufig. „Tatsächlich müssen für die Verbrennung eines Würfelzuckers (12kcal) 500 Schritte absolviert werden, für eine Tafel Schokolade muss man circa eine Stunde joggen“, veranschaulicht die Fachgesellschaft an konkreten Beispielen. Das erfordert neben Selbstdisziplin vor allem eins: Zeit. 10 000 Schritte pro Tag und 2,5 Stunden körperliche Aktivität wie Schwimmen und Radfahren sind laut Empfehlung optimal. Wer abnehmen möchte, muss sogar 13 000 Schritte täglich absolvieren und 5 Stunden zusätzlich moderaten Sport treiben. Allein um die empfohlene Schrittanzahl zu bewältigen, sind über 1,5 Stunden pro Tag einzukalkulieren. Das gelingt meist nur, wenn die Bewegung in den Alltag integriert wird, also z. B. der Weg zur Arbeit mit dem Rad zurückgelegt wird.

Wenig ist besser als nichts

Auch wer regelmäßig an den Empfehlungen der Fachgesellschaft scheitert, sollte sich aber nicht entmutigen lassen: wenig Bewegung ist besser als gar keine. Für jüngere und aktivere Menschen zahlt es sich auch aus, die Bewegungseinheiten einfach zu intensivieren – so genügen auch 25 Minuten an mindestens drei Tagen pro Woche.

Quelle: Ärzteblatt 

Kostenfaktor Zahnspange: Kieferorthopädie auf dem Prüfstand

Quelle: apotheken.de | 08.01.2019 | Rita Wenczel
 Ein schönes Lächeln ist manchmal teuer.Zahnspangen ermöglichen ein schönes Lächeln, kosten aber viel Geld. Um Kosten und Nutzen der Behandlungen abzuwägen, stellt das Bundesgesundheitsministerium diese auf den Prüfstand.

Wirtschaftlichkeit contra Nutzen
Zurzeit trägt etwa jeder zweite Jugendliche in Deutschland eine Zahnspange oder ist in kieferorthopädischer Behandlung. Etwa 1,1 Milliarden Euro kostete das die gesetzlichen Krankenkassen im letzten Jahr, ergab eine Studie des Berliner IGES-Instituts. Aus diesem Grund fordern gesetzliche Krankenkassen schon lange die Untersuchung von Wirkungen, Nebenwirkungen und Nutzen kieferorthopädischer Eingriffe. Dabei sind die positiven Effekte der kieferorthopädischen Behandlungen allerdings unbestritten: Sie beheben Zahnfehlstellungen und erhöhen somit die Lebensqualität der Patienten. Nun beschäftigte sich auch das Bundesgesundheitsministerium selbst mit dem medizinischen Nutzen und der Wirtschaftlichkeit kieferorthopädischer Eingriffe – mit einem wenig zufriedenstellenden Ergebnis: Die Daten reichen für eine abschließende Bewertung nicht aus. Auch wenn die Notwendigkeit von kieferorthopädischen Behandlungen nicht angezweifelt wird, will das Ministerium nun mit den beteiligten Organisationen den zukünftigen Forschungsbedarf besprechen.

Nutzenbewertung beim Gemeinsamen Bundesausschuss
Wie auch das Ergebnis zukünftiger Studien ausfallen wird – den Nutzen einer Therapie bewertet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und nicht der Gesetzgeber. Dieser hat das letzte Wort, ob Zahnspangen sinnvoll sind und von den Krankenkassen bezahlt werden müssen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Fiebersenker bei Kindern: Arzneimittel richtig kombinieren

Quelle: apotheken.de | 07.01.2019 | Rita Wenczel
 Fiebersenker sorgen dafür, dass sich kleine Patienten schnell besser fühlen.Das Kind fiebert, die Nächte sind kurz. Gerade wenn das Fieber über 39 Grad steigt, helfen Fiebersenker gegen unangenehmen Begleiterscheinungen. Doch welcher Fiebersenker hilft am meisten?

Fiebersenker kombinieren

Bereits 2008 beschäftigten sich Forscher mit der Frage, welches der gängigen Fiebersenker bei Kindern am besten hilft und verglichen dabei Paracetamol und Ibuprofen. Das Ergebnis: Ibuprofen senkte das Fieber bei den untersuchten Patienten schneller und länger als Paracetamol. Am effektivsten aber war es, die beiden Wirkstoffe zu kombinieren. In einer Übersichtsarbeit wollten Forscher des Cochran-Netzwerkes nun wissen, in welcher zeitlichen Abfolge die Medikamente optimaler Weise verabreicht werden sollten. Zu diesem Zweck werteten sie 6 Studien mit insgesamt 915 Kindern aus, die die Arzneimittel entweder zeitgleich oder nacheinander eingenommen hatten. Dabei stellte sich heraus, dass es kaum einen Unterschied macht, wie die Arzneimittel kombiniert werden. Mit der gleichzeitigen Gabe beider Arzneimittel senkten die Forscher das Fieber nur geringgradig stärker als mit der zeitlich versetzten Gabe. Die Nebenwirkungen blieben in beiden Fällen gleich, unabhängig davon, ob das Arzneimittel einzeln oder in Kombination gegeben wurde.

Nur so viel wie nötig
Prinzipiell gilt bei Fiebersenkern das Gleiche wie bei allen anderen Arzneimitteln: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ärzte empfehlen deshalb, zunächst nur mit der Gabe von Ibuprofen zu starten. Reicht dies nicht aus, um das Fieber zu senken, kann in einem zweiten Schritt zusätzlich Paracetamol zum Einsatz kommen, um die Behandlung zu intensivieren.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

Yoga senkt den Blutdruck: Meditations- und Atemübungen entscheidend

Quelle: apotheken.de | 02.01.2019 | Sara Steer
 Atem- und Meditationsübungen sind wichtige Bestandteile des klassischen Yogas.Bei Rückenschmerzen und zum Stressabbau hat sich Yoga längst etabliert. Der Gang ins Yoga-Studio lohnt sich aber auch für Bluthochdruck-Patienten. Vor allem Atem- und Meditationsübungen helfen, zu hohen Blutdruck zu senken.

Positive Wirkung auf systolischen Blutdruck
Noch immer ist arterieller Bluthochdruck ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem, das häufig medikamentös behandelt werden muss. Forscher der Universität Duisburg-Essen untersuchten nun, inwiefern Yoga sich auf den Blutdruck von Patienten auswirkt, die bereits Medikamente gegen die Erkrankung einnehmen. Dazu wurden 75 Studienteilnehmer in drei Gruppen unterteilt und deren 24-Stunden-Blutdruck gemessen. In einem 12wöchigen Programm übte die erste Gruppe 90 Minuten pro Woche nur Atem- und Meditationstechniken, die zweite Gruppe zusätzlich Yoga-Körperhaltung. Die dritte Gruppe führte keinerlei Yoga-Übungen aus. Eine unmittelbare Besserung des kurzfristigen systolischen Blutdrucks zeigte sich in der Gruppe, die nur Atem- und Meditationstechniken praktizierten. Bei den anderen Gruppen ließ sich dieser deutliche Effekt nicht nachweisen. Bei allen Studienteilnehmern blieb der diastolische Messwert unbeeinflusst.

Yogahaltungen sichern Langzeiteffekt
Darüber hinaus gehen die Forscher um Holger Cramer aber davon aus, dass Yoga-Übende längerfristig durchaus auch Körperhaltungen in ihr Übungsprogramm aufnehmen sollten. Das sei wahrscheinlich die Voraussetzung, damit die Blutdrucksenkung nicht nur kurzfristig, sondern auch längerfristig anhält.

Quelle: Ärzteblatt

Nicht mit Kontaktlinsen einschlafen: Augeninfektionen vorbeugen

Quelle: apotheken.de | 03.01.2019 | Simone Lang
 Da Einsetzen und Entfernen von Kontaktlinsen muss hygienisch und mit sauberen Händen geschehen.Ein kleines Schläfchen am Nachmittag, ohne die Kontaktlinsen vorher aus den Augen zu entfernen – kein Kavaliersdelikt, sondern ein großes Infektionsrisiko, wie eine amerikanische Studie bestätigt.

Nachlässigkeit mit gravierenden Folgen
Kontaktlinsen sind eine beliebte Alternative zur Brille: 3,4 Millionen Deutsche nutzen die praktischen, kleinen Sehhilfen, die nach einer gewissen Eingewöhnungszeit einfach und sicher zu handhaben sind. Allerdings müssen Träger von Kontaktlinsen einige hygienische Grundregeln befolgen und bereits länger getragene Linsen rechtzeitig durch neue ersetzen. Die amerikanischen Notfallmediziner Jon Femling und Justin Baca von der Universität New Mexiko berichten in ihrer aktuellen Untersuchung über Patienten, die an schweren Augeninfektionen erkrankten, nachdem sie die Kontaktlinsen beim Schlafen nicht entfernt hatten.

„Mit Kontaktlinsen zu schlafen ist riskant und kann zu Infektionen oder in manchen Fällen zu bleibenden Schäden führen“, erklären die Autoren. In der Folge entstehen leicht Entzündungen der Hornhaut (Cornea), die dazu noch kompliziert zu therapieren sind: In einem Fall musste der Patient stündlich antibiotische Tropfen anwenden, bei einem anderen Patienten war eine Hornhauttransplantation unumgänglich. Die Studienautoren verweisen auf Daten einer britischen Studie, nach denen etwa jeder dritte Kontaktlinsenträger gelegentlich mit Linsen ein Schläfchen macht. Dieses Verhalten erhöht laut Femling und Baca das Infektionsrisiko um das 6- bis 8-fache.

Ganz wichtig: gründliche Hygiene
Auch der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) erinnert die Betroffenen an die besonderen hygienischen Anforderungen. Infektionskeime können direkt in das weiche Linsenmaterial einwandern und es besiedeln. Deswegen ist das Händewaschen vor dem Einsetzen und Herausnehmen der Linsen sowie eine saubere Aufbewahrung und Reinigung der Linsen laut Verband unverzichtbar. Die Linsen dürfen nicht länger als empfohlen verwendet werden und ein Kontakt mit Leitungswasser ist nachteilig. „Vernachlässigt man diese Regeln, ebnet man Krankheitserregern den Weg ins Auge“, warnt Oliver Hoppe, Facharzt für Augenheilkunde in Köln und Leiter des Arbeitskreises Kontaktlinsen im BVA. Er rät Patienten ebenfalls dringend davon ab, handelsübliche Kontaktlinsen während der Nacht zu tragen.

Quelle: Ärztezeitung